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Jacob Ziegler

Jacob Ziegler, geboren 1470 in Landau an der Isar, gestorben 1549 in Passau.
Wo und welche Fächer er studiert hat, ist nicht bekannt. Zeitlebens hielt es ihn nicht lange an einem Ort; nach zu weisen sind Aufenthalte in Mähren und Ungarn, besonders aber in einigen Städte Italiens und Deutschlands. Im Jahre 1529 übernahm er einen Lehrstuhl für Theologie an der Universität Wien, scheint ihn aber nicht lange behalten zu haben. Ständig beschäftigten ihn literarische und politische Streitigkeiten, seine Veröffentlichungen hatten großenteils den Charakter von Schmähschriften. Ohne zur Reformation über zu gehen, stand er in schärfstem Gegensatz zum Papsttum, so dass seine Werke auf den Index kamen. Bedeutung erlangte er als einer der Begründer der Historischen Länderkunde. Sein Hauptwerk auf diesem Gebiet erschien 1532 in Straßburg. Es hat im wesentlichen die Länder des Nahen Ostens zum Gegenstand, daneben aber Skandinavien, und von den acht Holzschnittkarten, die ihm beigegeben sind, stellt eine Nordeuropa dar.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Ein Stift (neutrum, Plural: Stifte oder selten Stifter) ist jede mit Vermächtnissen und Rechten ausgestattete, zu kirchlichen Zwecken bestimmte und einer geistlichen Körperschaft übergebene (gestiftete) Anstalt mit allen dazu gehörigen Personen, Gebäuden und Liegenschaften.

Die Stifter dieser Einrichtungen waren in der Regel Könige, Herzöge oder begüterte Adelsfamilien. Ihre Motivation war zugleich religiös (Sicherung des eigenen Seelenheils) und politisch.

Die ältesten Anstalten dieser Art sind die Klöster, nach deren Vorbild sich später das kanonische Leben der Geistlichen an Kathedralen und Kollegiatstiftskirchen gestaltete. Monastischen Regeln ähnlich sind die Regeln der Augustiner-Chorherren und der Prämonstratenser. Anders als im Kloster sind die Mitglieder eines geistlichen Stifts (Kanoniker) aber nicht gänzlich Teil der Gemeinschaft, sondern können privates Eigentum und Einkommen behalten.

Im Gegensatz zu den mit den Kathedralkirchen verbundenen Erz- und Hochstiften mit je einem Erzbischof oder Bischof an der Spitze hießen die Kollegiatkirchen, denen kein Bischof vorstand, Kollegiatstifte. Die Mitglieder derselben wohnten in einem Gebäude zusammen und wurden von dem Ertrag eines Teils der Stiftsgüter und Zehnten unterhalten. So bildeten sich die Domkapitel, deren Glieder, die Canonici, sich Kapitularen, Dom-, Chor- oder Stiftsherren nannten. Infolge des häufigen Eintritts Adliger entzogen sich dieselben schon im 11. Jahrhundert der Verpflichtung des Zusammenwohnens (Klausur), verzehrten ihre Präbenden einzeln in besondern Amtswohnungen, bildeten jedoch fortwährend ein durch Rechte und Einkünfte ausgezeichnetes Kollegium, welches seit dem 13. Jahrhundert über die Aufnahme neuer Kapitularen zu entscheiden, bei Erledigung eines Bischofssitzes (Sedisvakanz) die provisorische Verwaltung der Diözese zu führen und den neuen Bischof aus seiner Mitte zu wählen hatte.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Revociert = Widerrufen

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

Thebäische Legion

Die Thebaische Legion (oft auch: Thebäische Legion) war entsprechend der Überlieferung eine Legion des Römischen Heeres, deren gesamte Mitglieder gegen Ende des 3. Jahrhunderts den Märtyrertod erlitten haben. Die Existenz dieser Legion gilt nach modernen Forschungserkenntnissen jedoch als höchst umstritten.

 


 

 

 

 

 

 


 

Fuggerei

Die Fuggerei in Augsburg ist die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. Das Ensemble mit acht Gassen und drei Toren ist eine "Stadt in der Stadt" mit eigener Kirche, "Stadtmauern" und "Stadttoren", die bis heute jeden Abend um 22 Uhr vom Nachtwächter geschlossen werden.


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Beginenhof

Ein Beginenhof ist die typische Wohnanlage der Beginen, die vor allem im belgischen Flandern vorkommt. Weitere Beginenhöfe gibt es in den Niederlanden, in Deutschland und im Norden Frankreichs.

Ein Beginenhof liegt in einer Stadt und besteht meistens aus einer Gruppe kleiner Häuser, die von den Beginen bewohnt werden, einer Kapelle und oft noch einem größeren Haus für die Beginenmeisterin, oft mit einem Versammlungsraum. Häufig gruppieren sich mehrere Häuserzeilen um Gärten oder ähnliche Anlagen. In den Giebeln der Beginenhäuschen befinden sich oft religiöse Sprüche, Heiligen- oder Marienbilder oder die Namen der Schutzheiligen der Bewohnerinnen.

Der Beginenhof ist meistens durch Mauern von dem Rest der Stadt getrennt. Da es heutzutage fast keine Beginen mehr gibt, werden die Höfe jetzt oft von älteren Leuten, Künstlern und Studenten bewohnt. Die kleinen Häuser sind dazu in der Regel restauriert und renoviert worden.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Moguntia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mogontiacum (auch Moguntiacum) ist der lateinische Name der Stadt Mainz, den diese während der fast 500-jährigen Zugehörigkeit zum römischen Reich hatte. Der Name lässt sich von der keltischen Gottheit Mogon ableiten (Mogont-i-acum: "Land des Mogon"). 13/12. v.Chr. gründeten die Römer im Zuge ihrer Expansion in Richtung Germanien gegenüber der Mainmündung am Rhein ein römisches Zweilegionenlager.

Die dazu gehörenden Zivilsiedlungen (canabae) wuchsen schnell zu der größeren Stadt Mogontiacum zusammen. Mogontiacum war bis in die 2. Hälfte des 4. Jahrhundert primär ein Militärstandort. Dies hatte zur Folge, dass die Stadt nie den großstädtisch geprägten Charakter der anderen großen Römerstädte in Deutschland wie beispielsweise Köln oder Trier aufwies. Mogontiacum war aber auch ab 88/89 n.Chr. Provinzhauptstadt der römischen Provinz Germania Superior mit Sitz des Statthalters und damit wiederum gleichrangig zu Köln, der Provinzhauptstadt der römischen Provinz Germania Inferior.

Die römische Legion Legio VIII Augusta errichtete unter dem Kommando von Gnaeus Pinarius Cornelius Clemens im Jahre 74 eine Straße von Augusta Vindelicorum (Augsburg) durch das Kinzigtal nach Argentoratum (Straßburg) mit Anschluss nach Mogontiacum (Mainz). Um eine möglichst kurze römische Fernstraße von Augsburg nach Mainz militärisch zu sichern, wurde später der Obergermanisch-Raetische Limes erbaut. Diese Straße führte über Cannstatt (bei Stuttgart).


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Topographia Germaniae
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

Die Topographia Germaniae ist eines der Hauptwerke des Kupferstechers und Verlegers Matthäus Merian des Älteren. Er schuf die Topographia gemeinsam mit Martin Zeiller (1589−1661) aus Ulm, der für die Texte verantwortlich war.

Das Werk zeigt sehr detailliert mehr als 2.000 Ansichten von bemerkenswerten Städten, Klöstern und Burgen; es gilt bis heute als eines der bedeutendsten Werke der geografischen Illustration.

 

Entstehung

Matthäus Merian hatte 1642 damit begonnen, das groß angelegte Gesamtwerk einer umfassenden Topographie mit Stadtdarstellungen herauszugeben unter dem Titel Topographia Germaniae. Darin wollte er − nach den Erfolgen seiner Zeitgeschichte Theatrum Europaeum (1635) und seiner Weltbeschreibung Archontologia cosmica (1638) – die von ihm bereits seit drei Jahrzehnten gesammelten Vorlagen und Zeichnungen von Stadtansichten, Landschaftsbildern und Karten systematisch zusammenfassen und ergänzen. Zu dieser großen verlegerischen Aufgabe war er ermutigt worden durch den guten Verkaufserfolg des von Daniel Meisner und Eberhard Kieser ab 1623 in Frankfurt/Main herausgegebenen Thesaurus philopoliticus, an dem er zeitweise als Vorlagezeichner und Stecher mitgearbeitet hatte.

Seine Topographia Germaniae erschien von 1642 bis 1654 zunächst in 16 Bänden, denen bis 1688 noch weitere folgten mit Beschreibungen anderer europäischer Gebiete wie Frankreich, Italien und Kreta. Das Gesamtwerk enthielt schließlich in 30 Bänden insgesamt 92 Karten und 1486 Kupferstiche mit 2142 Einzelansichten; es war damit eines der größten Verlagswerke der Zeit.

Die bekanntesten Bände

Die bekanntesten Bände des Gesamtwerks (chronologisch geordnet) tragen folgende lateinischen Titel (dahinter die Jahre der verschiedenen Ausgaben):

In Fortsetzung der lateinischen Titel folgte in jedem Band eine freie Übersetzung des Titels, die beispielsweise für die 2. Ausgabe des 3. Bandes lautete: Das ist Vollkömliche Beschreibung und eygentliche Abbildung der vornehmbsten Städt und Oerther, im Obern und Untern Elsaß, auch den benachbarten Sundgöw, Brisgöw, Graffschaft Mümpelgart, und andern Gegenden.

Von Matthäus Merian ist bekannt, dass er die 16 Bände zwar in chronologischer Folge geordnet, aber nicht nummeriert hat. Erst seine Erben nahmen in dem Hauptregister von 1672 eine Zählung vor, die aber willkürlich und nicht nach der zeitlichen Erscheinungsweise festgesetzt war. Die obige Nummerierung berücksichtigt die Ergebnisse der neueren Forschungen (vgl. Lit.), die auch den Faksimile-Ausgaben des Bärenreiter-Verlags zu Grunde liegen.

Jeweils die erste Ausgabe eines Bandes der Topographia erhielt einige Jahre nach der Publikation einen als "Anhang" bezeichneten Ergänzungsband, der anschließend in die erneuerte zweite Ausgabe eingearbeitet werden musste. Alle Bände erlebten mindestens zwei überarbeitete und ergänzte Ausgaben, mit Ausnahme der Bände 8 und 12 alle Bände sogar noch mehr Ausgaben.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Werkschuh

Im 18. Jahrhundert gab es z. B. den "Münchener Werkschuh", Nürnberger Stadt- oder Werkschuh (0,3037m), Würzburger Schuh (0,2918m), Aschaffenburger Schuh (0,2875m) oder den Rheinländischen Fuß (0,3139m).
Mehrere (10-20) Fuße oder Schuhe ergaben die Rute oder Gerte. Unterteilt war der Fuß oder Schuh in 10 oder 12 Zolle. Der Zoll war wiederum in ebenso viele Linien zerlegt.

 


 

 

 

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