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Abraham Ortelius

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Abraham Ortelius
 

Abraham Ortelius

Abraham Ortelius (Ortels, Oertel, Orthellius, Wortels, * 14. April 1527 in Antwerpen, † 1598 in Antwerpen) war ein niederländischer Geo- und Kartograf, der auch der "Ptolemäus des 16. Jahrhunderts" genannt wurde.

Er studierte Griechisch, Latein und Mathematik in Antwerpen. Ortelius war zunächst Kartenverkäufer und Buchhändler, bildete sich aber zum Kartografen weiter.

Im Jahr 1570 erschien seine erste Ausgabe vom Theatrum Orbis Terrarum, der vermutlich ersten Sammlung von Landkarten in Buchform. Diese wurde zwischen 1570 und 1612 in 42 Ausgaben und in 7 Sprachen veröffentlicht: Latein, deutsch, flämisch, französisch, spanisch, englisch und italienisch. Anders als seine Berufskollegen referenzierte er klar die Quellen seiner Karten. Ein weiteres beachtliches Werk stellt seine Ortnamensammlung Thesaurus Geographicus dar.



 

Personendaten
Ortelius, Abraham
Abraham Ortels, Abraham Oertel, Abraham Orthellius, Abraham Wortels
niederländischer Geo- und Kartograf
14. April 1527
Antwerpen
1598
Antwerpen


 

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Ortelius"

 


 

 

 

 

 

 


 

Gerhard Mercator

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Gerhard Mercator; Statue im Parc du Petit Sablon in Brüssel
 

Gerhard Mercator; Statue im Parc du Petit Sablon in Brüssel

Gerhard Mercator (eigentlich Gerard De Kremer, latinisiert: Gerardus Mercatorus) (* 5. März 1512 in Rupelmonde, Flandern; † 2. Dezember 1594 in Duisburg) war ein Mathematiker und Kartograf, der schon zu Lebzeiten als der Ptolemäus seiner Zeit angesehen wurde.

Mercator sah sich selbst mehr als wissenschaftlichen Kosmografen, und nicht als jemand, der seinen Lebensunterhalt mit der Herstellung und dem Verkauf von Karten verdienen musste. Seine Produktion war nicht gerade sehr umfangreich: Wir kennen nur ein Globen-Paar, fünf Wandkarten und eine unvollendete Kosmographie.

Mercator lebte seit 1552 in Duisburg. Er schuf die erste Europakarte (1562) und das erste Kartensammelwerk, den Atlas ("Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura", 1595).

Die neue Universität in Duisburg, heute Universität Duisburg-Essen, war bis zur Fusion mit der Universität Essen nach dem Kartografen Gerhard-Mercator-Universität benannt.

Inhaltsverzeichnis 
3 Duisburg
 
7 "Atlas"
 
9 Weblinks
 
 

 

Frühe Jahre

Gerhard Mercator wurde 1512 unter dem Namen Gerard De Kremer (sein Name ist latinisiert: Krämer = Händler = Mercator) in dem flämischen Dorf Rupelmonde, südwestlich von Antwerpen geboren und war deutscher Abkunft. Er ging zur Schule bei den Broeders des Gemenen Levens (Bruderschaft des Gemeinen Lebens) in Herzogenbusch, und studierte danach an der Universität von Löwen. Inzwischen hatte er sich auf die Kunst des Kupferschnittes spezialisiert. Er wurde dermaßen tüchtig, dass der Werkzeughersteller Gaspard van der Heyden ihn ganz oder teilweise mit der Anfertigung der Kupferplatten für den neuen Erden- und Himmelsglobus von Gemma Frisius beauftragte. Beide Werke, die ungefähr um 1537 erschienen, sind die ältesten von Mercator bekannten.

 

 

Selbstständige Werke

Bald nach diesem Werk im Dienst seines Lehrmeisters veröffentlichte Mercator selbstständig kurz nacheinander eine Wandkarte vom Heiligen Land, Amplissima Terrae Sanctae Descriptio (6 Blätter, 1537), eine kleine Weltkarte in herzförmiger Projektion, Orbis Imago (1538), und eine Wandkarte von Flandern Exactissima Flandriae Descriptio (9 Blätter, 1540); in diesem Jahr veröffentlichte er darüber hinaus ein Buch über Kursivschrift, Literarum latinarum, quas italicas, cursoriasque vocant, scribendarum ratio, bestehend aus 52 Blättern im Holzschnitt.

Mercator war der erste der die Kursivschrift 'italic' auf Landkarten verwendete. Es verbesserte die Optik der Karten dermaßen, dass es bis in das 19. Jahrhundert hinein üblich blieb, Namen auf Karten in kursiver Schrift zu schreiben.

Im Jahr 1541 setzte er seine Arbeit mit einem Erden-Globus fort. Danach hören wir eine Zeit lang nichts mehr von seiner Arbeit auf dem Gebiet der Kartografie. Mercator hatte Probleme mit den Behörden und der katholischen Kirche und wurde unter anderem der Ketzerei beschuldigt, 1544 sogar für mehrere Monate eingekerkert. Erst 1551 folgte eine neue Ausgabe, ein Himmels-Globus als Gegenstück zum Erden-Globus.

Duisburg

Durch die Heilige Inquisition verfolgt (Mercator war Anhänger der Reformation), zog er 1552 mit seiner Familie in das protestantische Duisburg im damaligen Herzogtum Kleve, wahrscheinlich weil er von der beabsichtigten Gründung einer Universität gehört hatte. Die Universität wurde allerdings erst knapp hundert Jahre später, im Jahre 1655, eröffnet.

In Duisburg erwarb Mercator ein Haus sowie Grundstücke außerhalb der Stadtmauern. Drei Jahre lang, von 1559 bis 1562 lehrte er am Duisburger akademischen Gymnasium Geometrie, Mathematik und Kosmologie, bis er etwa um 1563 vom Herzog von Kleve zum herzöglichen Kartographen ernannt wurde. Mercator starb 1594 in Duisburg. Sein Grab befindet sich in der Salvatorkirche zu Duisburg.

Die Mercator-Projektion

Aus der Duisburger Periode kennen wir nur vier Wandkarten:

Diese letzte Karte kann mit Recht Mercators Meisterwerk genannt werden. Es ist die erste Weltkarte, bei der eine winkeltreue Projektion verwendet wurde.

Mercator-Projektion
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Mercator-Projektion

Zu Mercators Zeiten war es nötig, winkeltreue Karten für die Navigation in der Seefahrt zu haben. Nur Globen können gleichzeitig eine flächen-, winkel- und längengetreue Abbildung der Erde bieten. Diese drei Eigenschaften kann eine Karte nicht gleichzeitig erfüllen. Deswegen waren Mercators Karten, die die Erde als erste in einer winkeltreuen Darstellung auf die Ebene projizierten, so wichtig, dass die winkeltreue Kartenprojektion nach ihm Mercator-Projektion genannt wird. Der größte Nachteil dieser Projektion ist, das in der Nähe der Pole starke Verzerrungen auftreten. Die Pole selbst konnten so gar nicht abgebildet werden.

 

Kosmographie

Nach der Ausgabe der Weltkarte verlegte Mercator sich mehr und mehr auf die Herstellung einer Kosmographie. Mercator hatte große Pläne: Ein riesiges kosmographisches Werk über die Schöpfung, deren Ursprung und dessen Geschichte.

Die ersten Ideen dafür schrieb er 1569 in der Einleitung zu seiner Chronologia. Die Kosmographie würde aus fünf Teilen bestehen:

Mercator wurde leider seine wissenschaftliche Einstellung zum Schicksal. Immer wieder verschob er in der Hoffnung auf neue Informationen die Herausgabe seines Werks. Der kartografische Teil seiner Kosmographie wurde daher nur teilweise vollendet.

Zuerst wurde seine Ptolemäus-Ausgabe von 1578 angefertigt. Mercator sah diese Ausgabe bloß als Darstellung der Welt nach den Ideen der klassischen Autoren. Die 28 Ptolemäischen Karten sind nie in einem anderen Atlas eingefügt, während sie noch im Jahr 1730 (!) neu herausgegeben worden sind.

Erst im Jahr 1585, fünfzehn Jahre nach der Ausgabe des Theatrum, kam Mercator mit einer unvollendeten Ausgabe seiner 'modernen Geographie'.

Das Kartenbuch enthält 51 Karten: 16 von Frankreich, 9 von den Niederlanden und 26 von Deutschland. Von diesen Ländern hatte er die zuverlässigsten Beschreibungen. Jeder Teil hat ein eigenes Titelblatt: Galliae Tabulae Geographicae, Belgii Inferioris Geographicae Tabulae und Germaniae tabulae geographicae. Das ganze hatte noch keinen Titel.

Im Jahr 1589 folgten 22 Karten von Südost-Europa, Italiae, Sclavoniae et Graeciae tabulae geographicae. Mercator hatte leider nicht die Möglichkeit, gemäß seiner ursprünglichen Planung seine Tabulae Geographicae zu einem richtigen Weltatlas mit einem Umfang von etwa 120 Karten zu erweitern.

Postum herausgegebene Werke

Ein Jahr nach Mercators Tod gab sein Sohn Rumold Mercator eine Ergänzung mit 34 Karten aus. Hierin befinden sich 29 von Gerardus Mercator gravierte Karten der fehlenden Teile Europas (Island, die Britischen Inseln und de nord- und osteuropäischen Länder).

Um das Ganze schnell vollenden zu können, fügte Rumold seine eigene Weltkarte von 1587 hinzu und ließ vier Karten der Kontinente von der großen Weltkarte seines Vaters von 1569 durch seine Neffen Gerardus Mercator Junior und Michael Mercator (Söhne von Arnold Mercator) kopieren. Auch das Titelblatt ist eine Notlösung: Es ist der Titel der Ptolemäus-Ausgabe von 1578, auf den der neue Titel in Buchdruck geklebt ist.

Weiterhin veröffentlichte Rumold Mercator eine vollständige Ausgabe mit allen 107 Karten. Tatsächlich ist diese Ausgabe nur eine in einem Band gebundene Neuauflage der vier Serien Tabulae Geographicae mit einer eigenen Ergänzung.

"Atlas"

Rumolds "vollständige Ausgabe" hat ein eigenes Titelblatt und Vorwort. Der Titel lautet Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabrica Figura (Atlas oder kosmographische Meditationen über die Schöpfung der Welt und die Form der Schöpfung).

Die Wahl dieses Titels erklärte Mercator in einer erst 1993 aus dem Lateinischen übersetzen Einleitung, deren Veröffentlichung jedoch von der katholischen Kirche verboten wurde. Danach ist der Name nicht, wie bis dahin immer angenommen, von dem Titan Atlas entliehen, weil dieser die Welt auf seinen Schultern hielt, sondern sollte an den – mindestens ebenso mythischen – König Atlas von Mauretanien erinnern, den er sich offensichtlich zum Vorbild nahm: "Meine Bestimmung ist es also, es diesem Atlas nachzutun, einem in Belesenheit, Menschlichkeit und Weisheit so herausragendem Mann, wie von einem hohen Wachturm aus die Kosmografie zu betrachten, so weit meine Kraft und Fähigkeit es erlauben, um zu sehen, ob ich möglicherweise durch meinen Fleiß einige Wahrheiten in noch unbekannten Dingen finden kann, welche dem Studium der Weisheit dienen könnten."


Der Atlas ist auf dem Titelblatt von Mercators Atlas mit einem Himmels- und Erden-Globus abgebildet.

Übrigens wurde der Titan Atlas als Weltenträger schon früher auf dem Titelblatt dargestellt, das Lafreri um 1570 seinen IATO-Atlanten voranstellte, an Mercators Originalität kann also gezweifelt werden.

Der Atlas beginnt mit einer Biografie von Gerardus Mercator des Duisburger Magistrats Walter Ghim und folgt dann mit dem ersten Teil: Mercators Werk über die Schöpfung Mundi Creatione et Fabrica Liber. Die 107 Karten bilden dann den zweiten Teil.

In Duisburg wurde ihm 1878 ein Denkmal gesetzt.

Ausstellungen

Weblinks


 

Personendaten
De Kremer, Gerard
Gerhard Mercator
Mathematiker und Kartograf
5. März 1512
Rupelmonde, Flandern
2. Dezember 1594
Duisburg
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Mercator"

 

 

 

 

 

 


 

Ptolemäus

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Dieser Artikel behandelt den Mathematiker und Geografen Ptolemäus. Für andere Personen dieses Namens siehe Ptolemäus .

 

Ptolemäus (gr. Klaudios Ptolemaios, lat. Claudius Ptolomaeus) (* 87 in Ptolemais Hermii, Ägypten, † 150 in Alexandria, Ägypten), war ein griechischer Mathematiker, Geograf und Astronom. Ptolemäus wirkte wahrscheinlich in Alexandria (Ägypten).

Ptolemäus schrieb die Mathematike Syntaxis (mathematische Zusammenstellung), später Megiste Syntaxis (große Zusammenstellung), heute Almagest genannte Abhandlung zur Mathematik und Astronomie in 13 Bänden. Sie war durch das Mittelalter ein Standardwerk der Astronomie und enthielt neben einem ausführlichen Sternenkatalog eine Verfeinerung des von Hipparchos von Nicäa vorgeschlagenen geozentrischen Weltbildes, das später nach ihm »Ptolemäisches Weltbild« genannt wurde.

Damit verwarf er das von Aristarchos von Samos und Seleukos von Seleukia vertretene heliozentrische Weltbild, welches erst 1300 Jahre später durch Galileo Galilei und Johannes Kepler wieder anerkannt werden sollte.

Ptolemäisches Weltbild

Nach Ptolemäus befindet sich die Erde fest im Mittelpunkt des Weltalls. Alle anderen Himmelskörper (Mond, Sonne, Planeten, Sternen) bewegen sich auf als vollkommen angesehenen Kreisbahnen um diesen Mittelpunkt. Um astronomische Beobachtungen mit diesem System in Einklang zu bringen, war es allerdings notwendig, alle Himmelskörper auf ihren Bahnen weitere Kreise um diese Bahn ziehen zu lassen (so genannte Epizykel, siehe Epizykeltheorie), und teilweise auch wieder Bahnen um diese Bahnen. Durch den Einsatz von etwa 80 solcher Bahnen konnte Ptolemäus die Beobachtungen in Einklang mit seinem Modell bringen.

Das ptolemäische Weltbild war in der Genauigkeit seiner Bahnvorhersage auch dem heliozentrischen Weltbild des Nikolaus Kopernikus überlegen, welches (fälschlicherweise) annahm, dass die Planeten die Sonne auf Kreisbahnen umliefen. Erst Keplers Entdeckung, dass die Planeten auf Ellipsen um die Sonne laufen, führte zu einem genaueren Modell und letztendlich zur Annahme eines kopernikanischen Weltbildes.

Diese Berechnungsmethoden waren äußerst präzise (lange Zeit auch präziser als die Keplerschen) und in ihrer Grundidee als Berechnungsmethode auch richtig, nicht allerdings in ihrer philosophischen Deutung, dass sich alles um die Erde als Mittelpunkt dreht.

Der Durchbruch und Erfolg der Keplerschen Berechnungen lag dabei weniger daran, dass die Sonne und nicht mehr die Erde im Mittelpunkt der Bewegungen stand, sondern in der Tatsache, dass Kepler Ellipsenbahnen und keine Kreisbahnen mehr verwendete, was zu einer größeren Übereinstimmung mit den real von Tycho Brahe und später Galilei gemessenen Planetendaten führte.

Weitere Arbeiten

Weiterhin verfasste Ptolemäus die Geographia (Explicatio geographica, geografische Anleitung), in er die bekannte Welt und ihre Bewohner aufzeichnete. Außerdem legt er darin seine Hypothese vom unbekannten Südkontinent Terra Australis dar.
Ptolemäus war bekannt, dass die Erde eine Kugel war, und benutzte für seine Karten eine Projektion der Kugelfläche in die Ebene. Allerdings nutzte er Informationen aus zweiter Hand oder Legenden, sodass seine Darstellungen, insbesondere der behandelten Völker, oft ungenau oder sogar irreführend sind.
Er befasste sich auch mit den Berechnungen des Erdumfangs von Eratosthenes und Poseidonios. Dabei übernahm er die falschen Ergebnisse des Letzteren, die dann in die allgemein bekannte Literatur übergingen und später auf einen Erdumfang von ca. 17.000 Seemeilen (30.000 km) schließen ließen.

Zur Musiktheorie schrieb Ptolemäus die aus drei Büchern bestehende Harmonik, die weitgehend auf den Zahlenbeziehungen der Pythagoräer basierte.

Seine Optik befasst sich mit den Eigenschaften des Lichtes. Er behandelt experimentell und mathematisch unter anderem die Reflexion, Brechung und Farben. Daneben werden Optische Täuschungen erwähnt.

Eine philosophische Abhandlung peri kriteriou kai gemonikou (lat. de iudicandi facultate et animi principatu, Von der Wahrheit und Motiven der Menschen) vertritt er eine Mischung aus neoplatonischen und stoischen Anschauungen.

Ptolemäus schrieb ein dreibändiges Grundlagenwerk der Astrologie, als Tetrabiblos bekannt und über lange Zeit die "Astrologenbibel" schlechthin.

In neuerer Zeit hat das Ansehen des Ptolemäus jedoch großen Schaden gelitten, da ihm zuerst 1817 der französische Astronom und Mathematiker Jean Delambre gefälschte und fingierte Beobachtungen, vor gefasste Meinungen, Lügen und Plagiat vorwarf. Dies wurde 1977 und nochmals 1985 durch den englischen Astronomen R. R. Newton in vollem Umfang bestätigt. So sind etwa fast alle von Ptolemäus angeblich selbst gemachten Beobachtungen fiktiv oder von Hipparchos übernommen, dessen Längenangaben nur 2°40', der Wert der aufgelaufenen Präzession, hinzugefügt wurden. Diesem vernichtenden Urteil über Ptolemäus hat sich B. L. van der Waerden in seinem 1988 erschienenen Buch »Die Astronomie der Griechen« angeschlossen. (Von http://www.astro.uni-bonn.de/)

 

Weblinks


 


 


 


 

Personendaten
Ptolemäus
Klaudios Ptolemaios, Claudius Ptolomaeus
griechischer Mathematiker, Geograf und Astronom
87
Ptolemais Hermii, Ägypten
150
Alexandria, Ägypten
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Ptolemäus"

 


 

 

 

 

 

 

 


 

Bartolomëu Diaz

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(Weitergeleitet von Bartolomeu Diaz)

Bartolomeu Diaz, auch Bartolomeu Dias, (* um 1450 in der Algarve; † 29. Mai 1500 südlich des Kaps der Guten Hoffnung), war ein portugiesischer Seefahrer und Entdecker, der 1487/88 als erster die Südspitze Afrikas umsegelte.

Biographisches

Über das Leben von Diaz vor seiner Entdeckungsreise ist kaum etwas bekannt. Er war wahrscheinlich ein Nachfahre von João Dias, der 1434 gemeinsam mit Gil Eanes das Kap Bojador umsegelte sowie des Kaufmanns und Entdeckers Dinis Diaz, der 1444 im Auftrag Heinrichs des Seefahrers als erster Europäer zum westlichsten Punkt Kontinentalafrikas, dem im heutigen Senegal gelegenen Cabo Verde vorstieß und die Terra dos Guineus entdeckte.

Im Jahr 1481 nahm Bartolomeu Diaz an einer Expedition von Diogo de Azambuja zur Küste von Guinea teil.

Die Entdeckungsreisen von Diaz

Auf der Suche nach dem Seeweg nach Asien hatten portugiesische Expeditionen seit der Zeit Heinrichs des Seefahrers Anfang des 15. Jahrhunderts die Westküste Afrikas erkundet. 1486 erteilte König Johann II. von Portugal Bartolomeu Diaz den streng geheim gehaltenen Auftrag, an die Ergebnisse von Diogo Cão anzuknüpfen, die Südspitze des Kontinents zu finden, sie zu umsegeln und wenn möglich bis Indien vorzustoßen.

Diaz stach im Sommer (wahrscheinlich Ende August) 1487 mit einer Flotte aus drei Schiffen in See. Der Pilot bzw. Steuermann seines Flagschiffes, einer Karavelle, war Pêro de Alenquer. Die zweite Karavelle der Flotte, die São Pantaleão, befehligte João Infante. Als Pilot war ihm Alvaro Martins beigegeben. Ein Versorgungsschiff mit dem Piloten João de Santiago stand unter dem Befehl des Bruders von Bartolomeu Diaz, Diogo Dias. Des Weiteren befanden sich sechs von Diogo Cão mit nach Lissabon gebrachten Kongolesen an Bord, die die Aufgabe hatten, entlang der Küste ins Landesinnere vorzudringen und sowohl nach Handelsmöglichkeiten als auch nach dem "Priesterkönig Johannes" zu suchen.

Die Flotte segelte an der afrikanischen Westküste entlang bis zum südlichsten, den Portugiesen damals bekannten Punkt an der Küste des heutigen Namibia. Zuvor hatte er sein Versorgungsschiff in der südlichen Walfischbucht aus Sicherheitsgründen zurückgelassen und an der Kongo-Mündung die letzen Afrikaner von Bord gelassen. Von der Walfischbucht brach er in Richtung Süden auf, passierte den Golfo de São Tomé (heutige Spencer Bai) und erreichte schließlich die Angra Pequena (Lüderitzbucht). Hier am Cabo da Volta (Diaz Point) errichtete er seinen ersten steinernen Wappenpfeiler (padrão), um die Inbesitznahme für Portugal anzuzeigen. Auf der Weiterfahrt wurden beide Karavellen von starken Nordwinden und Stürmen über das Kap der Guten Hoffnung hinaus nach Süden getrieben.

Als er nach einigen Tagen auf Ostkurs keine Landberührung hatte und die Temperatur immer weiter fiel, drehte er nach Norden ab und stieß auf eine bewohnte Bucht, die er wegen der dort weidenden Rinderherden Angra dos Vaqueiros nannte. Heute geht man davon aus, das damit die Mosselbai an der Küste des heutigen Südafrika gemeint war. Von dort aus segelte er weiter in Richtung Osten und stieß auf die Algoa Bai, wo er am 12. März 1488 am Kap Padrone einen weiteren Wappenpfeiler errichten ließ. Gegen den Willen seiner kurz vor einer Meuterei stehenden Mannschaft setzte er die Weiterfahrt in Richtung Osten durch und erreichte die Mündung des Großen Fischflusses (Groot Vis), wo die Küste bereits erkennbar in nordöstliche Richtung verläuft. Zu Ehren seines Stellvertreters taufte er den Fluss auf den Namen Rio Infante. Jetzt wurde ihm bewusst, dass er den seit 70 Jahren gesuchten Weg um Afrika herum gefunden hatte und die Gewürzroute nach Indien nun frei war. Seine an Skorbut erkrankte Mannschaft zwang ihn aber zur Umkehr.

Auf dem Rückweg sichtete er das Kap der Guten Hoffnung, das er Cabo Tormentoso (Sturmkap) nannte. Seinen heutigen Namen erhielt das Vorgebirge von König Johann, der damit die Hoffnung verband, die lange gesuchte Route nach Indien bald zu finden. In der Tafelbai, der großen Hafenbucht des heutigen Kapstadt, errichtete er am 1. Mai 1488 seinen letzten Wappenpfeiler. In der südlichen Walfischbucht traf Bartolomeu Diaz sein Versorgungsschiff wieder, auf dem nur noch vier Mann am Leben waren. Nach kurzen Aufenthalten an der angolanischen Küste und der Insel Príncipe im Golf von Guinea zur Frischwasserübernahme lief er nach mehr als 16 Monaten Ende Dezember 1488 wieder in Lissabon ein.

Da wegen der verordneten Geheimhaltung keine schriftlichen Aufzeichnungen über die Reise vorliegen, sind viele Details nicht eindeutig belegbar. So ist nicht eindeutig geklärt, ob Dias das Südkap bzw. Kap Argulhas (Nadelkap) mit dem Astrolabium vermaß. Offen bleibt auch, ob er auf der Rückfahrt in Elmina Station machte und die Überlebenden einer Expedition unter Duarte Pacheco Pereira mit nach Lissabon zurückbrachte.

Nach seiner erfolgreichen Heimkehr ernannte ihn König Johann II. zum obersten Verwalter (capitão-mor) der Casa de Guiné e Mina,der königlichen Handels- und Steuerbehörde, über die sämtlicher Handel mit den neu entdeckten Gebieten abgewickelt wurde.

Bei der Vorbereitung der ersten portugiesischen Indienfahrt fungierte Diaz nur als Berater und war für die Erstellung der Seekarten sowie für die Ausrüstung der Schiffe verantwortlich. Darüber hinaus begleitete er die Expedition bis zu den Kapverdischen Inseln. Warum Johanns II. Nachfolger, König Manuel I. im Jahr 1497 nicht Diaz sondern Vasco da Gama mit der alles entscheidenden Mission betraute, ist nie geklärt worden. Tatsache ist, dass Bartolomeu Diaz erst an der zweiten Indienexpedition unter dem Kommando von Pedro Alvares Cabral als ein Kapitän unter vielen teilnahm. Bei dieser Reise wurde im Jahr 1500 für Portugal auch Brasilien in Besitz genommen. Auf der Überfahrt von Südamerika nach Afrika ging Diaz' Schiff im Sturm unter. Er starb am 29. Mai 1500 in der Nähe des Kaps, das er entdeckt hatte, mit seiner gesamten Besatzung den Seemannstod.

Literatur

Auf die Ereignisse dieser Reise wurde wegen der Geheimhaltung durch den portugiesischen König erst Mitte des 16. Jahrhunderts durch den Chronisten João de Barros in seinem Werk Asia näher eingegangen. Duarte Pacheco Pereira nahm jedoch bereits in seinem 1505 -1508 entstandenen Werk Esmeraldo De Situ Orbis auf die Reise von Diaz Bezug. Als eine wichtige Quelle für diese Reise gilt außerdem die im Britischen Museum in London aufbewahrte Martellus-Weltkarte von 1489/90.


 


 


 

Personendaten
Dias, Bartolomeu
 
portugiesischer Seefahrer und Entdecker
um 1450
Algarve
29. Mai 1500
südlich des Kaps der Guten Hoffnung


 

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Bartolomëu_Diaz"

 


 

 

 

 

 

 

 


Kap der Guten Hoffnung

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Historische Karte (um 1888)
 

Historische Karte (um 1888)

Das Kap der Guten Hoffnung (afrikaans Kaap die Goeie Hoop, englisch Cape of Good Hope) ist das Südende der Kaphalbinsel in der Nähe von Kapstadt in Südafrika (Provinz West-Kap). Es ist nicht der südlichste Punkt Afrikas (das ist das Kap Agulhas), aber jener, bei der die Küste Afrikas einen Schwenk nach Osten beginnt und damit die Passage in den Indischen Ozean anzeigt. Es ist ein hohes steiles Kliff.

1488 wurde es von Bartolomeu Diaz entdeckt und Cabo Tormentoso (Kap der Stürme) genannt, der portugiesische König Johann II. gab ihm den neuen Namen, da er zu Recht hoffte, dass nun der Weg nach Indien entdeckt sei.

Historiker indes sind sich heute, nach den Studien der nur noch wenig vorhandenen Dokumente, nicht einig, ob nicht schon bereits Bartolomeu Diaz das Kap Cabo da Boa Esperança (Kap der Guten Hoffnung) nannte.


 

Satellitenbild von Südafrika, künstliche Perspektive
 

Satellitenbild von Südafrika, künstliche Perspektive

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Kap_der_Guten_Hoffnung"

 

 

 

 

 


Lucas Janszoon Waghenaer 1534-1606

artelino - Kunstauktionen japanischer und chinesischer Grafiken
 
 

Die Entdeckung Amerikas brachte den Welthandel zum florieren. Der Bedarf an Seekarten als Navigationshilfen war groß. Dies wurde zum Spezialgebiet von Lucas Janszoon Waghenaer, geboren 1533 oder 1534 in Enkhuizen (Nordholland), gestorben eben dort 1606, war Steuermann in der Fischereiflotte seiner Heimatstadt. Als solcher machte er viele Fahrten auch in größere Entfernung und kam dabei in Verbindung mit portugiesischen, spanischen und italienischen Seeleuten. Von ihnen lernte er Karten und Segelanweisungen kennen, wie sie in den Mittelmeerländern schon seit langem in Gebrauch waren, und kam so auf den Gedanken selbst etwas Ähnliches zu schaffen. Um 1570 begann er entsprechende Karten zu zeichnen. Um damit besser voran zu kommen, gab er 1579, als erst wenige Karten fertig waren, seine Tätigkeit als Steuermann auf und widmete sich ganz der selbst gestellten neuen Aufgabe. Der Erfolg rechtfertigte die anfänglichen Opfer. Im Jahre 1584 erschien der erste Teil seines Seeatlas "Spieghel der Zeevaerdt", der die westeuropäischen Küsten behandelt, im folgenden Jahre der zweite Teil, dessen Gegenstand die Küsten von Nord- und Ostsee sind. Das Werk, ursprünglich in niederländischer Sprache abgefasst, erlebte bis 1615 viele Auflagen, auch in lateinischer, englischer, deutscher und französischer Sprache, und der Name seines Autors wurde für einige Zeit geradezu eine Gattungsbezeichnung für einen Seeatlas. Im Jahre 1592 hat Waghenaer noch einen weiteren Seeatlas "Thresoor der Zeevaerdt" veröffentlicht, dessen in kleinerem Format ausgeführte Karten bis in den hohen Norden Europas reichen.Seine Karten waren aufwendig dekoriert und wurden so populär, dass sein Name in die englische Sprache einging. Die Engländer verwendeten den Ausdruck waggoners als Synonym für Seekarten.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

Jodocus Hondius 1563-1612

Jodocus Hondius wurde in Flandern geboren. Er erlernte das Handwerk der Landkarten- und Globusherstellung ebenso wie die Druckgrafik als Lehrling von der Pieke auf. Im Jahr 1584 ging er für ein paar Jahre nach London um den religiösen Wirren in Flandern zu entkommen. Im Jahr 1593 lies sich Hondius in Amsterdam als Grafiker und Verleger nieder.

Im Jahr 1604 kaufte Hondius die Originalplatten von Mercators Weltatlas und fügte ungefähr 40 weitere Karten hinzu. Ab 1606 veröffentlichte Hondius diese erweiterte Ausgabe unter dem Namen Mercator und seinem eigenen als Verleger. Vor seinem Tode hatte Hondius auch noch eine Ausgabe in verkleinertem Format, den Atlas Minor veröffentlicht. Die Verlagsgesellschaft wurde von seiner Witwe und seinen Söhnen, Jodocus II und Henricus Hondius, nach seinem Tod im Jahr 1612 weitergeführt.

Unterschiedliche Schreibweisen:  Henricus Hondius


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Pieter van den Keere 1571-ca.1646

Auch Pieter van den Keere war ein London Immigrant, der vor den religiösen Unruhen und Verfolgungen auf dem europäischen Festland geflohen war. In London traf er Jodocus Hondius, der sein Schwager wurde, als Hondius seine Schwester heiratete.

Unter der Anleitung von Hondius, lernte Pieter van den Keere die Grafikkunst und die Kartographie. Er schuf 44 Landkarten von England, Wales, Schottland und Irland.

Unterschiedliche Schreibweisen:  Petrus Kaerius


 

 

 

 

 

 

 


 

Petrus Bertius 1565-1629

Petrus Bertius war eine vielseitige Persönlichkeit. Er arbeitete als Theologe, Mathematiker, Historiker und Geograph. Ab 1600 arbeitete er im Auftrag von König Ludwig XIII an einem kleinformatigen Atlas - basierend auf den Karten von Mercator und Stadtansichten von van den Keere und anderen. Im Jahr 1618 zog er nach Paris und wurde der offizielle Kartograph des Königs.

Unterschiedliche Schreibweisen:  Petrus Bert


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Willem Janszoon Blaeu 1571-1638

Willem Blaeu ist einer der bekanntesten holländischen Kartographen. Im Jahr 1599 eröffnete Blaeu in Amsterdam ein Geschäft als Instrumenten- und Globushersteller, Kartograph und Landkartenverleger. Im Jahr 1635 veröffentlichte er den Weltatlas Theatrum Orbis Terrarum in 2 Ausgaben. Dieser Atlas wurde später von seinen Söhnen Cornelius und Joan auf 12 Ausgaben erweitert.

Unterschiedliche Namen von Willem Janszoon Blaeu:  Guilielmus Janssonius, Willems Jans Zoon, Guilielmus, G. Blaeu


 

 

 

 

 

 


 

Jan Jansson 1588-1664

Jan Jansson war ein Kartograph und Mitarbeiter von Jodocus Hondius. Er wurde später sein Nachfolger indem er die Tochter seines Meisters heiratete. Jan Jansson war der Geschäftsrivale von Blaeu und hatte offenbar keine Hemmungen von seinem Rivalen zu kopieren. Nach dem Tod von Jansson wurde die Gesellschaft von seinem Schwager Waesberg weiter geführt.

Unterschiedliche Schreibweisen:  Janssonius, Johann, Joannes, Johannes Janssonius

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Marco Polo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

Marco Polo (* 15. September 1254 auf Korčula (heute Kroatien), † 8. Januar 1324 in Venedig, Italien) war ein venezianischer Händler, der durch die Berichte über seine China-Reise bekannt wurde.

Marco Polos Geburtshaus
 

Marco Polos Geburtshaus

Im Jahr 1271 brach Marco Polo mit seinem Vater Niccolò und seinem Onkel Matteo, die bereits auf einer vorherigen Handelsreise nach Ostasien gekommen waren, nach China auf. Dort erwarb er sich schnell das Vertrauen des Mongolen-Kaisers Kublai Khan, der damals in Peking herrschte, und führte in seinem Auftrag Handelsreisen durch. 1295 kehrte er nach Venedig zurück, geriet aber 1298 in genuesische Kriegsgefangenschaft. Im Gefängnis bat er den Schriftsteller Rusticello, seine Erlebnisse in China aufzuschreiben.

Schon zu Lebzeiten zweifelte man seine Berichte an und bis heute ist ihre Authentizität nicht geklärt. Die These, Marco Polo wäre gar nicht in China gewesen, stützt sich darauf, dass in seinen Reisebeschreibungen weder die chinesische Mauer noch die typischen chinesischen Schriftzeichen und der schon damals in China weit verbreitete Buchdruck erwähnt werden; allerdings wurde die chinesische Mauer in ihrer heutigen Form auch erst in der Ming-Dynastie und damit nach Marco Polos Tod fertig gestellt.

Sie stützt sich ferner auf das Fehlen chinesischer und mongolischer Bezeichnungen in dem Werk und eine ganze Reihe von Ungenauigkeiten. Zudem sind bedeutende Teile des Werkes erst später angefügt worden, bis ins 16. Jahrhundert hinein.

Marco Polo wird häufig nachgesagt, das Rezept der Nudeln von China nach Italien und Europa gebracht zu haben. Tatsächlich waren Nudeln aus Weizen bereits im antiken Rom und Griechenland bekannt, sowie später deren Lagerung in getrockneter Form durch die Araber. In China gibt es hingegen bereits seit über 5000 Jahren Nudeln, die allerdings aus Reismehl oder Soja hergestellt werden.

Etwa 100 Jahre vor Marco Polo bereiste schon Benjamin von Tudela Asien.

 

 

Literatur

English:

 

 

Weblinks


 


 

 

 

 

 

 


Philologie

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Philologie (griech. philologia, Liebe zum Wort) ist die zusammenfassende Bezeichnung für die Sprach- und Literaturwissenschaft einer Sprache oder eines Sprachzweiges. Gelegentlich bezeichnet der Begriff Philologie auch nur die Sprachwissenschaft oder die wissenschaftliche Beschäftigung mit einem großen Autor und seinem Werk.

Als älteste Philologie ist die klassische Philologie zu betrachten. Diese nennt sich klassisch, da sie sich, mit dem als klassisch betrachteten, griechischen und römischen Altertum befasst und sich aus ihr die meisten anderen Philologien entwickelten. Diese so genannten Neuphilologien, zu denen die Anglistik, Germanistik und die Romanistik gehören, entwickelten sich vor allem während der Aufklärung und der Romantik und bildeten zugleich die Grundlage zur Herausbildung weiterer Ableger, zum Beispiel die Niederlandistik, Rumänistik und Lusitanistik. Ursprüngliche Aufgabe der Philologie war die Textkritik, also die Herstellung eines möglichst authentischen Textes, der aus verschiedenen voneinander abweichenden Handschriften erschlossen werden kann.

Übersicht der einzelnen Fachgebiete

  1. Klassische Philologie
    • Gräzistik
    • Latinistik
  2. Neuphilologie
    • Anglistik
    • Germanistik
    • Romanistik
    • Slawistik
    • Orientalistik

 

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Humanismus

Humanismus ist eine Philosophie und eine Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des individuellen Menschen orientiert. Toleranz zwischen Menschen, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten darin als wichtige Prinzipien menschlichen Zusammenlebens.

Der moderne Humanismus beginnt in der Aufklärung und sieht sich als einen Weg, unter anderem Fragen der Ethik unabhängig von Religionen zu betrachten. Insbesondere werden übernatürliche Erklärungen abgelehnt; man spricht vom 'säkularen Humanismus', siehe auch: secular Humanism (engl.).

In etablierten Religionen finden sich auch humanistische Richtungen. Hier werden Glaubensvorstellungen und Traditionen übernommen und durch Elemente des Humanismus ergänzt.

Weiter gibt es Bewegungen, die im Menschen ein Bedürfnis nach Zeremonien und Ritualen festzustellen glauben, und eine Organisation aufbauen, die letztere vermitteln, siehe auch: Freidenker.

 


 

 

 

 

 

 

 


 

Balboa, Vasco Nuñez de

* 1475 (Jerez de los Caballeros/ Estremadura) - † 1519 (Acla/Panama).

Aus verarmten galizischen Adelsgeschlecht stammender Konquistador und Entdecker.
Er reiste 1501 mit Rodrigo de Bastidas, dem Entdecker der kolumbianischen und der nördlichen Küste des Isthmus von Panama, und ließ sich auf Haiti als Siedler nieder. Konflikte mit Gläubigern veranlassten ihn 1510, fluchtartig die Insel zu verlassen und sich der Verstärkung für Alonso de Ojeda’s neuer Festlandkolonie bei San Sebastián an der kolumbianischen Küste anzuschließen. Von den dort nur mehr 41 angetroffenen Überlebenden unter Führung Francisco Pizarros, setzte er sich mit einer Gruppe von Abenteurern ab und zog von Urabá nach dem Isthmus von Darién. In Darién gründete er die erste feste Siedlung Kontinentalamerikas: Santa Maria de Antigua. Im Dezember 1510 wurde Balboa von König Ferdinand V. von Spanien zum interimistischen Gouverneur von Darién ernannt. Er unternahm eine Expedition ins Binnenland über den Caledonia River nach Comogre, wo er - wie vor ihm
Christoph Kolumbus - von Indianern Gerüchte eines zweiten großen Meeres im Südwesten hörte. Das veranlasste Balboa im September 1513, zur Durchquerung der Landenge von Panama aufzubrechen, was die Überquerung der Kordilleren in Mittelamerika verlangte. Auf schnell gezimmerten Flößen wurden die Flüsse bezwungen, und am 25. September 1513 konnte Balboa den Pazifik sehen.
An der Mündung des Sabanflusses in den Stillen Ozean ging Balboa einige Schritte ins Meer und nahm, als er salziges Weltmeerwasser feststellte, das "mar del sur" (Südmeer) für seinen König in Besitz (Bild).

Balboa erblickte auch einige der Küste vor gelagerte Inseln und empfing Nachrichten über Nordwest-Südamerika, die der in seiner Begleitung nachgewiesene Francisco Pizarro offenbar mehr beachtete als Balboa selbst. Im Juli 1515 erhielt Balboa auf seine Berichte hin die Ernennung zum Generalkapitän der Provinzen Coiba und Panama und zum obersten Statthalter und Gouverneur (adelantado) der Südsee - so wurde der Pazifik genannt, weil der Isthmus von Panama (Tierre Firme) beinahe westöstlich verläuft, der Pazifik also im Süden des Karibischen Meeres lag. Die gelegentlichen Berührungen früherer Reisenden - beispielsweise Antonio de Abreus - mit dem westlichen Pazifik und Balboas Entdeckungen rundeten nun das Bild der Erde ab. Für die spanischen Kolonien zwischen Mexico und der Magellanstraße wurde die weitgehend ungestörte Schiffahrt am Ostrand des Pazifiks von entscheidender Bedeutung.

Im Isthmus von Panama wurde eine Kronkolonie errichtet (Castilla del Oro) und 2.000 neue Kolonisten rekrutiert sowie Pedro Arias de Avila, genannt Pedrarias Dávila (um 1460-1531), 1514 zum Gouverneur ernannt. Die Feindschaft zwischen Balboa und Dávila, der als grausam und geldgierig beschrieben wird, eskalierte zunehmend und führte letztendlich zur Verhaftung und Anklage Balboas. Ohne Recht auf Verteidigung wurde Balboa im Januar 1519 enthauptet.

Literatur:


 

 

 

 

 

 


Magellan, Ferdinand

(port.: Magalhães, Fernão de; span.: Magallanes, Hernando de);
* 1480(?, Oporto) - † 1521.

Entdecker der nach ihm benannten Meeresstraße zwischen Atlantik und Pazifik, Führer der ersten Weltumseglung. Magellan entstammte einer normannischen Familie, die sich im 13. Jahrhundert in Portugal niedergelassen hatte und deren Kleinadel anerkannt war; er war der Sohn von Rui de Magalhães und Alda de Mesquita. Zunächst als Page von Königin Leonore in Lissabon angestellt, kam er 1505 nach Indien, wo er unter anderem an der Schlacht von Diu im Jahre 1509 teilnahm. 1506 war er in Mocambique am Aufbau eines Forts beteiligt gewesen. 1511 erreichte er mit der Flotte von Diogo Lopes de Sequeira die Malayische Halbinsel. In Malacca stationiert, warnte er seinen Kommandeur vor Angriffen der Malayen und rettete Francisco Serrão das Leben (siehe Antonio de Abreu). Serrão sandte später wertvolle Informationen über die Molukken an Magellan. 1512 nahm er an einer Fahrt zur Insel Banda teil, von wo man mit Gewürzen reich beladen nach Malacca zurückkehrte. Im selben Jahr kehrte er nach Lissabon zurück und nahm in der Folge an einem Feldzug gegen die marokkanische Festung Azamor teil, wo er sich eine Verletzung zuzog, die ihn Zeit seines Lebens hinken ließ. Die Anfrage bei König Manuel nach höherer Entlohnung sowie andere Unstimmigkeiten in Zusammenhang mit der Schlacht bei Azamor, die eine weitere Unterstützung vom portugiesischen Hof reduzierten, veranlassten Magellan, seine Dienste andernorts zur Verfügung zu stellen.

1517 ging er nach Spanien, wo er mit Ruy Faleiro zusammentraf. Beide gingen an den Hof von Valladolid und boten sich König Karl I (später Kaiser Karl V.) an. Magellans Plan, im äußersten Süden eine Ostwest-Passage zu suchen, gründete sich auf Gespräche mit Ruy Faleiro und auf Phantasiekarten und -globen, die solch eine Durchfahrt ohne nähere Kenntnis einzeichneten. Die spanischen Interessen, die Gewürzinseln (Molukken) auf dem Spanien durch den Vertrag von Tordessillas zugeteilten Weg über den Atlantik zu erreichen, war so stark, dass die Krone im März 1518 fünf Schiffe für Magellan ausrüsten ließ, mit denen er 1519 in See stechen konnte: Magellans Flagschiff "Tinidad", "San Antonio" (Kapitän Juan de Cartagena), "Concepción" (Kapitän Gaspar de Quesada), "Victoria" (Kapitän Luis de Mendoza) und "Santiago" (Kapitän João Serrão). Die spanische Dominanz in der Mannschaft veranlasste Faleiro, nicht mitzureisen.
Vorher, im Jahre 1517 heiratete er noch Beatriz Barbosa, Tochter eine hohen Beamten in Sevilla, mit der den einen Sohn Rodrigo hatte. Die Vorbereitungen für die Reise wurden durch Sabotageakte der Portugiesen begeleitet. Von San Lucar de Barrameda (Start: 20.9. 1519) aus wurde im Januar 1520 die La-Plata-Mündung erreicht, jene tiefe Bucht, in der Magellan offenbar eine Durchfahrt nach Westen zu finden hoffte. Dass dies misslang, schürte Missstimmungen vor allem unter den Spaniern, die sich dem Portugiesen nicht unterordnen wollten. Neben spanischen Mannschaften und Offizieren - mit denen er bald Streit bekam - hatte Magellan Italiener wie seinen Chronisten Francisco Antonio Pigafetta an Bord sowie 30 Portugiesen. Es kam zu Meutereien und Todesurteilen, ehe Magellan im Oktober 1520 bei Cabo de las Virgines die Einfahrt in die Magellan-Straße erreichte. Eines der Schiffe hatte die unübersichtlichen Felspassagen genutzt, um gegen den Befehl Spaniens zurückzukehren. Ein weiteres war gescheitert.


Am 28. November 1520 fuhr Magellan in die Südsee ein. Aufgrund des günstigen Wetters und der ruhigen See nannte er den Ozean "mar pacifico" . Am 24. Januar 1521 wurde Puka Puka im Puamotu-Archipel gesichtet. Erst 99 Tage später am 6. März konnte er in Guam (Marianen) erstmals wieder frisches Wasser und Lebensmittel an Bord nehmen. Auf der 110 Tage währenden Westfahrt hatte Magellan das Unglück, auf nur wenige Inseln und auf feindselige oder "diebische" Eingeborene zu stoßen (was den Namen "Islas de Landrones" oder "Diebesinseln" für die Marianen-Inselgruppe anregte), so dass die Expedition aufs äußerste erschöpft war, als im März 1521 die Philippinen erreicht wurden. Bei einem Blick auf die Reiseroute durch den Pazifik wird die Tragik deutlich. Magellan fuhr haarscharf an einer Vielzahl von Inseln vorbei, die ihn und seine Mannschaft mit frischem Wasser und Nahrungsmittel hätte versorgen können. Seine Route umschiffte in großem Bogen die zentralpolynesischen Inseln. Beim Versuch, in einem Eingeborenenkampf Frieden zu stiften, fiel Magellan am 27. April 1521 auf der Insel Matan (Maktan, Philippinen), und Juan Sebastian del Cano führte das einzige verbliebene Schiff, die "Victoria", 1522 nach Spanien zurück, wo es am 7. September 1522 in desolatem lecken Zustand aber mit Gewürzen von den Molukken beladen, eintraf.

Die bekannteste Beschreibung dieser denkwürdigen Reise stammt von Francisco Antonio Pigafetta; sie war wie das berühmte Buch des Marco Polo in französischer Sprache abgefasst. Ein Logbuch, das der Steuermann Francisco Albo aus Axio bei Rodas zuerst auf "Trinidad" und dann auf der "Victoria" geführt hatte, erschien 1837, herausgegeben von Navarrete in einer großen Sammlung mit anderen Dokumenten zur Entdeckungsgeschichte.

Literatur:
 

 

 

 


 

 

 

 

 


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Sebastian Münster

 

Sebastian Münster, geboren 1488 in Nieder-Ingelheim bei Mainz, gestorben 1552 in Basel, war zu erst in Heidelberg, später in Basel Professor für Hebräisch. Auf diesem seinem Fachgebiet hat er Bedeutendes geleistet, konnte aber damit nicht über einen sehr engen Kreis von Gelehrten hinaus wirken. Weitreichend war dagegen seine Tätigkeit auf einem Gebiet, dem er sich in Nebenstunden mit großem Eifer widmete, dem der Geographie und Kartographie. Im Sinne seiner Zeit, die in den Werken des klassischen Altertums Leitbilder für die Wissenschaft der Gegenwart sah, gab er Werke antiker Autoren und darunter besonders die Geographie des Ptolemäus heraus. Zugleich aber bahnte er dem wissenschaftlichen Fortschritt einen Weg, in dem er die Ergebnisse der zeitgenössischen Kartographie, um deren Entwicklung er sich durch eigenes Beispiel und durch Aufrufe bemühte, in volkstümlicher Form verbreitete. Dies geschah durch Holzschnittkarten mit Metallbeschriftung, ein hohe Auflagen zu lassendes Verfahren, an dessen Erfindung Münster selbst beteiligt war.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Jan Hus

Der Name Hussiten geht auf den tschechischen Theologen und Reformator Jan Hus (* um 1370) zurück. Dieser kritisierte den Reichtum der Kirche und ließ einzig die Bibel als gültig für Glaubensfragen gelten; er erkannte die Unfehlbarkeit des Papstes nicht an. Er folgte damit John Wyclif und stand auch den Positionen der Waldenser nahe. U.a. Martin Luther wurde von ihm beeinflusst.

Hus wurde auf dem Konstanzer Konzil zum Tode verurteilt und am 6. Juli 1415 verbrannt. Der Konstanzer Schuldspruch gegen Jan Hus wurde von der Bevölkerung Böhmens und dessen Nachbarn überwiegend nicht anerkannt; vielmehr löste er heftige Proteste aus, in deren Folge die böhmische Freiheitsbewegung entstand, die die wesentlichen Ziele von Jan Hus übernahm.


 

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