Historische Landkarten - Teil 4

 

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Indischer Ozean (1547-1576)
Weltkarte (1511)
Weltkarte (1544)
Sumatra (1544)
Gebiet zwischen Ägypten und Palästina (1532)
Pazifischer Ozean (1590)
Asien (1570)
Afrika (Ende 16.Jhd.)
Nordeuropa und Nordatlantik (1570)
Sachsen (1568)
Oberlausitz (1593)
Küste von Nordportugal (1584)
Küste von Europa und Nordwestafrika (1660)
Virginia und Florida (1606)
Erfurter Gebiet (1675)
Italien (1631)
Weltkarte (1648)
Schwarze Meer (Mitte 16.Jhd.)
Sardinien und Sizilien (1578)
Nord- und Mittelamerika (1694)
Mexico -Umgebungskarte (1785)
Ceylon (Mitte 18. Jhd.)
Delfland (1712)
Südtirol (1762)

Kartenauswahl

 

 

 

Ein Blatt aus einem Manuskript-Weltatlas
von Diego Homem (1547-1576)

Wenn eine Karte zum Druck bestimmt ist, muss der Kartograph schon bei der Zeichnung die technischen und auch die ökonomischen Erfordernisse des gesamten Herstellungsprozesses beachten. Dazu gehört, dass er sich hinsichtlich der Feinheit des Details und besonders auch der Anzahl der Farben bestimmten Beschränkungen unterwirft. Frei von solchen Zügeln haben die Verfertiger früher Manuskriptkarten, an deren Vervielfältigung nicht gedacht wurde, ihrer Gestaltungsfreude nachgeben können, und so überraschen insbesondere die Seekarten des Entdeckungszeitalters durch den Reichtum an liebevoll ausgeführten Einzelheiten des geographischen Inhalts, mehr aber noch des Schmuckwerks. Der Zweckbestimmung dieser Karten entsprechend sind auf ihnen die Landflächen entweder leer gelassen oder nur mit Wappen und anderen politischen Symbolen ausgefüllt, während sich an den Küsten das Bemühen erkennen lässt, trotz vielfach noch ungenügender Kenntnis jeden Landvorsprung, jede Bucht und jede Flussmündung darzustellen und jeden bemerkenswerten Punkt mit einem Namen zu versehen. Die jüngeren Karten dieser Art sind mit einem System von Kompasslinien versehen, an deren Schnittpunkten, so weit sie innerhalb von Meeresflächen liegen, sich prachtvoll gezeichnete Kompassrosen befinden, und besonders die portugiesischen Kartographen haben ihren Ehrgeiz daran gesetzt, jede dieser Rosen verschieden zu gestalten, nicht nur innerhalb der einzelnen Karte, sondern auch innerhalb ganzer Kartenwerke.
Diese Abbildung zeigt ein Blatt aus einem Manuskript-Weltatlas des Portugiesen Diego Homem (1547-1576), und zwar die Karte eines Teiles des Indischen Ozeans mit Madagaskar. Die eigentümliche Punktsignatur bezeichnet Untiefen.

 


 

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Weltkarte aus der Ptolemäusausgabe
des Bernardo Silvano, Venedig 1511

 

 

 

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Weltkarte nach Ptolemäus aus der Kosmographie
 des Sebastian Münster, Basel 1544

 

 

 

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Karte von Sumatra aus der Kosmographie
des Sebastian Münster, Basel 1544

 

 

 

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Karte des Gebietes zwischen Ägypten und Palästina
von Jacob Ziegler, Straßburg 1532

 

     

 

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Karte des Pazifischen Ozeans von
Abraham Ortelius, Antwerpen 1590

 

 

 

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Karte von Asien von
Abraham Ortelius (1570)

 

 

 

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Karte von Afrika aus einem Werk
von Heinrich Bünting

 

 

 

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Karte von Nordeuropa und den Nordatlantik
von Abraham Ortelius (1570)

 

 

 

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Karte von Sachsen (1568)

 

 

 

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Karte der Oberlausitz von
Bartholomäus Scultetus, Görlitz 1593

Im 16. Jahrhundert und besonders in seiner zweiten Hälfte sind viele Länder und Landschaften zum ersten mal in Karten dargestellt worden. Bei aller Verschiedenheit, welche diese Karten deswegen zeigen, weil ihre Autoren unabhängig von einander nach eigenem Gutdünken arbeiteten, lässt sich doch eine gewisse Entwicklung erkennen. Sie führt von einer Darstellungsweise, die auf bildhafte Wirkung hinzielte, zu einer unserer gegenwärtigen Kartographie wesentlich näheren, mehr abstrakten Lösung der kartographischen Aufgabe. Diese Entwicklung ist auch an dem Unterschied der beiden Karten zu erkennen, die Bartholomäus Scultetus (1540-1614) geschaffen hat. Seine Karte von Sachsen ist im Jahre 1568, die der Oberlausitz im Jahre 1593 erschienen, und das zwischen diesen beiden Erscheinungsjahren liegende Vierteljahrhundert hat, obwohl beide Karten in Holzschnitt ausgeführt sind, genügt, um den Wandel des Kartenstils auch am Werk des einzelnen Autors erkennbar zu machen.
Im Gegensatz zu der älteren Karte, die großenteils aus fremden, in seinen Teilen sehr verschiedenwertigem Material zusammengestellt wurde, beruht die hier abgebildete neue Karte, auf welcher übrigens Süden oben ist, im wesentlichen auf eigenen Vermessungen, die Scultetus auf elf mehrtägigen, über sechs Jahre verteilten Reisen ausgeführt hat. Dem entspricht die weit größere Genauigkeit der zweiten Karte. Auf ihr ist vor allem das Flussnetz annähernd richtig dargestellt. Alle wichtigen Gebirge und bemerkenswerten Einzelberge - so der Oybin - sind auf genommen, ebenso die Grenzen der einzelnen großen Oberlausitzer Herrschaften. Eine Besonderheit der Oberlausitzkarte aber, die sie vor allen anderen Karten ihrer Zeit voraus hat, ist die Eintragung der deutsch-sorbischen Sprachgrenze nach ihrer damaligen, von der heutigen sehr verschiedenen Lage.

 

 

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Karte der Küste von Nordportugal im
Seeatlas des L. J. Waghenaer, Leiden 1584

 

 

 

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Karte der Küsten von Europa und Nordwestafrika
von Pieter Goos, Amsterdam um 1660
 

 

 

 

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Karte von Virginia und Florida im Atlas
von Mercator-Hondius, Amsterdam 1606

 

 

 

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Karte des Erfurter Gebietes
von Nikolaus Person, Mainz 1675

 

 

 

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Karte von Italien des Henricus Hondius,
Amsterdam 1631

 

 

 

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Weltkarte von Matthäus Merian

 

 

 

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Das Schwarze Meer in einer
historischen Karte nach Sanson d. Ä., Amsterdam o.J.

 

 

 

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Karte von Sardinien und Sizilien aus der
Ptolemäusausgabe des Gerhard Mercator, Köln 1578

 

 

 

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Karte von Nord- und Mittelamerika
von Hubert Jaillot, Paris 1694

 

 

 

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Karte der Umgebung von Mexico
von Juan Lopez, Madrid 1785

 

 

 

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Karte von Ceylon aus einem Atlas
des Verlages T. C. Lotter, Augsburg o.J.

 

 

 

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Ein Blatt aus der Karte vom Delfland
von N. und J. Kruikius, 1712

 

 

 

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Ausschnitt aus der Karte von Südtirol
von J. v. Sperges, 1762

 

 

 

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