Geschichte der Kartographie (I)

 

Die Griechen

Begünstigt durch ein warmes Klima, guten Wein und wenig Ablenkung durch Kriege oder Playstations kamen die griechischen Philosophen in vielen wissenschaftlichen Disziplinen zu phantastischen Ergebnissen.
Eratosthenes hat um 200 v.Chr. die Größe der Erde, Erdkugel wohlgemerkt, bis auf 10% der heutigen Werte berechnet. Dazu genügte ihm ein Abakus, 2 tiefe Brunnen und ein paar Kamele.
Hipparch teilt kurz danach (100 v.Chr.) den Äquator in 360 Längengrade ein und die Nord-/Südrichtung in Meridiane. Daran hat sich bis heute wenig geändert.
Ptolemäus, einer der griechischen Chefdenker, beschrieb in einem seiner Werke (Geographie, 2.Jhd. n.Chr.) bereits die Kartenoriginalherstellung, dazu verkünstelte er sich an einer Karte der damals bekannten Welt (siehe unten).


Die Römer

Durch ständige Kriege und Gemetzel hatten die Römer viel weniger Zeit zur Muse und Philosophie, daher gab es kaum neue geographische Erkenntnisse, abgesehen davon, dass sie die Grenzen der bekannten Welt ziemlich ausweiteten. Von den eroberten Ländern und neuen Besitztümern wurden Karten angefertigt, hauptsächlich um Steuern zu erheben. Andere Karten der Strassen und Wege dienten der Logistik zahlreicher Feldzüge.
Am bekanntesten ist die "Tabula Peutingeriana" eine 680x35cm große Straßenkarte die von Irland bis nach China reichte. Teile einer Kopie aus dem 12.Jhd. sind erhalten geblieben und in Wien zu besichtigen.

Hier ein kleiner Ausschnitt.

 

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