LOS ALAMOS

 

Die Universität von Kalifornien betreibt im Auftrag des „US Department of Energy” das „Los Alamos National Laboratory“. Los Alamos ist eine Kleinstadt und liegt unweit von Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico in 2500 Metern Höhe. Das weltberühmte Laboratorium von Los Alamos kam in die Schlagzeilen, weil westlich der Stadt ein Waldbrand nicht nur die Einwohner sondern auch die Labors der Universität in Bedrängnis brachte.

Der Name Los Alamos wird üblicherweise mit Atomforschung in Verbindung gebracht. Die Wissenschafter in den Labors von Los Alamos suchen jedoch Lösungen für verschiedene und komplizierte Probleme. Zur Zeit widmet man sich unter anderem wichtigen Fragen der Energienutzung, insbesondere Maschinen, die Energie sparsamer und kostengünstiger umsetzen. So erforscht man beispielsweise die Verbesserung von Brennstoffzellen
(„fuel cells“), die aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom erzeugen. Die Leute in Los Alamos glauben, dass das Auto der Zukunft mit dieser Energiequelle fahren wird, denn sie produziert als Abfallstoff nur Wasser.

Ein 216 Millionen Dollar-Forschungsprojekt namens „Genesis“ wird in Zusammenarbeit mit der NASA durchgeführt. 2001 soll das unbemannte Genesis- Raumschiff zwei Jahre lang jenseits der Mondbahn positioniert werden, um elektrisch geladene Teilchen aus der Sonne einzufangen. Man möchte unserem Zentralgestirn ein weiteres Geheimnis entlocken, denn in einer erdnahen Umlaufbahn können Teilchen des Sonnenwindes wegen der abschirmenden Wirkung des Erdmagnetfeldes nur mangelhaft eingesammelt werden.

1998 gelang den technischen Magiern in Los Alamos ein erstaunlicher Erfolg. Sie bauten aus ganz gewöhnlichen Bestandteilen eines Personal-Computers – sie verwendeten beispielsweise handelsübliche Prozessoren der Firma Digital Equipment – einen der schnellsten Computer der Welt namens „Avalon“. Als Betriebssystem implantierten sie eine modifizierte Variante des weltweit bekannten Programms „Linux“, das sie sich aus dem Internet besorgt hatten. Mit Hilfe dieses und anderer Rechner wurden in den letzten Jahren Großkatastrophen simuliert, die ökologische Veränderungen bewirken können. Dazu zählen – welch grotesker Zufall! – auch verheerende Großfeuer.

Die Geschichte des Los Alamos-Labors begann in den Vierzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Unweit der Stadt explodierte am 16. Juli 1945 die erste Atombombe der Geschichte. Die später produzierten Bomben stammen ebenfalls aus Los Alamos. Die Atombombe von Hiroshima am 6. August 1945 war bereits die zweite nukleare Explosion, diejenige von Nagasaki am 9. August die dritte. Das Bombenprojekt war damals von den besten Physikern, die man finden konnte, entwickelt worden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Komitet Gosudarstwennoi Besopasnosti

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KGB (Komitet Gosudarstvennoi Bezopasnosti, russisch Комитет государственной безопасности, Komitee für Staatssicherheit) war der Name des sowjetischen Auslandsgeheimdienstes.

Das KGB entstand 1954 aus Abteilungen des Inlandsgeheimdienstes NKWD und des Innenministeriums MWD.

Wappen des KGB

 

Wappen des KGB

Nach dem Putschversuch vom August 1991, in den der damalige KGB-Vorsitzende General Wladimir Krjutschkow maßgeblich involviert war, bekam General Wadim Bakatin den Auftrag, die Behörde aufzulösen. Am 6. November 1991 hörte das KGB auf zu existieren. Seine Aufgaben wurden in Russland vom neuen FSB (Federalnaia Služba Bezopasnosti Rossiyskoi Federacii) übernommen. Der Geheimdienst in Weißrussland trägt weiterhin die Bezeichnung KGB.

 

 
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Aufgaben und Organisation

Die Hauptaufgaben des KGB bestanden aus Auslands-Spionage, Gegenspionage, Kontrolle und Liquidation von Regimegegnern innerhalb der Sowjetunion sowie die Bewachung von Mitgliedern der Partei- und Staatsführung.

Mehr als andere Geheimdienste verließ sich der KGB auf sog. "Human Intelligence", also durch eigene Agenten oder Kontaktmänner erhaltene Erkenntnisse, wohingegen die westlichen Gegenspieler des KGB auch stark auf Bildaufklärung sowie "Signal Intelligence" (Abfangen und Decodieren von Funksprüchen) vertrauten. Die Behörde erwies sich dadurch im Laufe des Kalten Krieges als anfällig für absichtlich gestreute Falschinformationen.

Von seiner Gründung an, und bis in die 1950er Jahre hinein, bestand eine wesentliche, volkswirtschaftlich und politisch bedeutende Aufgabe des KGB bzw. seiner Vorläuferorganisationen in der "Speisung" des GULAG. Er wirkte entscheidend mit bei den Schauprozessen der 1920er Jahre, den Stalinschen Säuberungen und der "Rückführung" von Soldaten der Roten Armee im Zuge des Vormarsches auf und der Besetzung Deutschlands im Zweiten Weltkrieg in die im ganzen Land existierenden Arbeitslager.

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Bekannte KGB-Operationen

James Jesus Angleton, Chef der CIA-Gegenspionage, lebte in ständiger Angst, dass der KGB "Maulwürfe" an zwei Schlüsselpositionen installieren könnte: In der eigenen Abteilung sowie deren Pendant bei der Bundespolizei FBI. Mit zwei Agenten wäre es dem KGB möglich gewesen Kontrolle oder Kenntnis über Aktionen gegen eigene Spione zu erlangen und diese somit zu beschützen. Außerdem hatte die Gegenspionage die Aufgabe, fremde Geheimdienst-Quellen trockenzulegen, und Maulwürfe an diesen Positionen wären Anlaufstellen für Doppelagenten geworden. Nach der Enttarnung von Ames und Hanssen, erschienen Angeltons Ängste plötzlich gut begründet, nachdem er vorher für leicht paranoid gehalten wurde.

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Organisation der Behörde

Der KGB war in Hauptverwaltungen unterteilt. Die wichtigsten waren:

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UNO

 

WIR, DIE VÖLKER DER VEREINTEN NATIONEN –
FEST ENTSCHLOSSEN,
künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren,
die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat[...]

(aus der Präambel der Charta der Vereinten Nationen)
Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York
 

Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York

Die Vereinten Nationen (VN; englisch United Nations Organisation, abgekürzt UN oder U.N.; französisch Organisation des Nations unies; im deutschen Sprachgebrauch oft UNO) sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss fast aller Staaten der Erde. Gegenwärtig gehören 191 Staaten (Stand: April 2003),  der UNO an. Keine Mitglieder sind unter anderem der Staat der Vatikanstadt (der Heilige Stuhl hat jedoch Beobachterstatus) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara) und Republik China (Taiwan).

Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und der Schutz der Menschenrechte. Die Vereinten Nationen haben ihren Hauptsitz in New York und drei weitere Sitze in Genf (UNOG), Wien (UNOV) und Nairobi (UNON). Bis Ende 2006 gewählter Generalsekretär ist Kofi Annan.

Österreich trat der UNO im Jahr 1955 bei, die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik am 18. September 1973, die Schweiz 2002.

Die Europäische Union bringt mehr als die Hälfte des Haushalts der UNO auf.

 

 

 

 

 

 

VIREN

 

Allgemeines

Ein allzu bekannter Erreger: der Grippevirus
Ein allzu bekannter Erreger:
der Grippevirus

Lange bevor das Wesen der Viren aufgedeckt werden konnte, war bereits bekannt, dass neben Parasiten und Bakterien ein weiteres infektiöses Agens existieren müsse. Die Forscher Loeffler und Frosch stellten 1897 fest, dass dieses Agens kleiner als ein Bakterium sein müsse, weil es bakteriendichte Filter passieren kann. Es ist ultrafiltrierbar. Da man Viren mit dem Lichtmikroskop nicht sehen kann, sind sie ultravisibel. Schließlich gelang keine eine Vermehrung auf Nährböden, die zur Zucht von Bakterien benutzt wurden. Daher galten sie als unzüchtbar.

Diese klassische Definition erforderte jedoch mit zunehmender Kenntnis der Natur der Viren einer weiteren Verfeinerung, da beispielsweise auch kleine Bakterien unzüchtbar sind. Viren, das Wort stammt wahrscheinlich aus dem Sanskrit (Indien) und bedeutete ursprünglich Gift, sind in der Wirtszelle gelegene Parasiten. Sie enthalten als Erbsubstanz entweder Desoxyribonukleinsäure (DNA) oder Ribonukleinsäure (RNA). Diese Nukleinsäuren enthalten den Bauplan für das Viruspartikel, der als Virion bezeichnet wird. Die Nukleinsäuren stellen das eigentliche "infektiöse Prinzip" des Virus dar. Im Gegensatz zu Bakterien besitzen Viren keinen eigenen Stoffwechsel. Sie können Eiweiße nicht selbst herstellen. Die besonders wichtigen Enzyme zur Energiegewinnung, über die jede Zelle verfügt, fehlen ihnen. Ihre innere Struktur unterscheidet sich also schon deshalb wesentlich von denen einer Zelle.

Viren bedürfen zu ihrer eigenen Vermehrung der Organellen ihrer Wirtszelle. Der Syntheseapparat der Wirtszelle wird durch das Virus zur Herstellung der einzelnen Virusbestandteile "umprogrammiert". Die Virusbestandteile mitsamt ihrer Nukleinsäuren lagern sich schließlich zum kompletten Virus zusammen und werden dann aus der Zelle ausgeschleust. Viren sind wirtsspezifisch. Man kann animale, also Tiere infizierende und sogar Bakterien infizierende Viren unterscheiden. Letztere nennt man Phagen.

Aufbau der Viren

Im Kern des Virus sitzt seine Erbinformation. Diese ist kodiert in Form von ein- oder doppelsträngiger Desoxyribbonukleinsäure (DNA) oder ein- oder doppelsträngiger Ribonukleinsäure (RNA). Die Nukleinsäure liegt in Form eine Fadens, seltener als Ring oder im Falle von RNA-Viren in einzelnen RNA Partikeln vor. Diese Nukleinsäuren sind von einer Proteinhülle umgeben. Diese nennt man Kapsid. Das Kapsid seinerseits besteht aus vielen gleichartigen Untereinheiten, den Kapsomeren. Die Kapsomere bestehen ihrerseits aus weiteren Proteinuntereinheiten. Das Kapsid mit der darin enthaltenen Nukleinsäure wird als Nukleokapsid bezeichnet. Die besondere Anordnung der Kapsomeren führt zu einer für das jeweilige Virus typischen äußeren Form. Sie kann würfelförmig (kubisch), aus Dreiecksflächen bestehend (ikosaedrisch), schraubenförmig (helikal) oder fadenförmig (filamentär) sein. Bei Bakteriophagen gibt es außerdem komplexe Strukturen mit funktionellen Untereinheiten.

Bei manchen Viren steckt das Nukleokapsid in einer weiteren Hülle, dem Envelope. Die Wand des Envelope trägt Fortsätze aus Glykoproteinen, die Spikes oder Peplomere genannt werden. Sie sind z.B. für die Anheftung an der Wirtszelloberfläche und damit für die Wirtsspezifität des Virus mitverantwortlich. Für die Virusvermehrung in der Wirtszelle sind ferner bestimmte Strukturproteine von Bedeutung. Diese können enzymatische Aktivität entfalten. Zu diesen Enzymen gehören u.a. die Neuraminidase, die reverse Transkiptase und die DNA-Polymerase.

Virusfamilien

Ähnlich der Tier- und Pflanzenwelt wurde auch versucht, die Viren zu klassifizieren. Entsprechend der technischen Entwicklung wurden dabei nacheinander verschiedenste Merkmale herangezogen. Heute spielen nur noch physikalisch-chemische Gesichtspunkte eine Rolle. Die Aufdeckung der äußeren Virusgestalt durch die Röntgenstrukturanalyse und die Entschlüsselung des genetischen Kodes eines Virus waren besondere Marksteine in der Entwicklung. Sehr grob kann man die Viren in solche unterteilen, bei denen Desoxyribonukleinsäure (DNA) oder Ribonukleinsäure (RNA) Träger der Erbinformation sind. Die einzelnen Virenarten sind in der linken Menueliste ersichtlich.

Viroide

Als Viroide werden kurze Nukleinsäuren bezeichnet, die sich außerdem durch ein niedriges Molekulargewicht (70 000-120 000 Dalton) auszeichnen. Sie sind von stäbchenförmiger Gestalt und bestehen aus einer ringförmigen Ribonukleinsäure (RNA). Viroide sind unbelebt. Sie besitzen keinen Stoffwechsel und können sich nicht fortpflanzen. Außerdem fehlt Ihnen im Gegensatz zu Viren eine Hülle. Es handelt sich sozusagen um einen "nackten" Bauplan für ein Eiweiß. Genaueres über Ihre Vermehrung in der infizierten Zelle ist nicht bekannt. Soweit bekannt ist spielen sie bei infektiösen Pflanzenkrankheiten eine Rolle. Die Tomate wird beispielsweise durch das Tomato spindle tuber viroid befallen. Durch Viroide verursachte Erkrankungen beim Menschen sind bisher nicht bekannt

 

 

 

 

 

 

 

FBI

 

Geschichte und Überblick

1908-1924:
Zu Beginn war das "Bureau" eine schlecht organisierte und schlampig geleitete Agentur. Washington hatte wenig Einfluss auf die im Außendienst beschäftigten Agenten. Es gab keine festen Richtlinien für die Ausbildung und das persönliche Benehmen des Personals. Bei der Auswahl der Agenten fiel die politische Seite stärker ins Gewicht als die Erfahrungen oder der Charakter der Kandidaten.
Bei dem ersten größeren Auftrag, den die 219 Agenten bekamen, versagten sie gleich. Sie hatten den Auftrag bekommen, das Spionage- und Sabotagenetz, das der deutsche Botschafter Johann von Bernstorff errichtet hatte, zu zerschlagen. Doch die Saboteure hatten freie Hand und so kam es zu der großen "Black-Tom"-Explosion im Hafen von New York, bei dem das größte Sprengstoffarsenal der Vereinigten Staaten zerstört wurde. Zudem zerstörten sie noch kriegswichtige Betriebe und zündeten Weizenfelder im Mittleren Westen an.
Es waren unruhige Jahre, in denen die Agenten nicht ausreichend geschult waren, um gegen die Gewalttaten vorzugehen. Es kam sogar so weit, dass bürgerliche Freiheitsrechte nicht mehr beachtet wurden und somit ausländische Extremisten von so genannten Vigilanten (Agenten, die machten was sie wollten ) zusammengetrieben und deportiert wurden. Dies geschah alles in der Zeit, in der das ganze Land und sogar die Regierungsbehörden in Washington von Korruptionsskandalen heimgesucht wurden. Und es kam der Augenblick, da das Bureau selber unter dem empörten Protest der Öffentlichkeit wegen seiner faulen Praktiken zusammenzubrechen drohte.

1924-1933:
Der damalige Generalbundesanwalt der USA, Harlan Fiske Stone, folgte dem Rat des späteren Präsidenten Herbert Hoover und beauftragte den jungen J. Edgar Hoover ( nicht mit Herbert Hoover verwandt ), im Bureau gründlich aufzuräumen. Hoovers erste Maßnahme war, hohe Ansprüche an den persönlichen Lebenswandel seiner Agenten zu stellen. Dann begann er die aus politischen Gründen angestellten Beamten abzuschieben, soweit sie den Erfordernissen des Bureaus nicht entsprachen. Sie wurden durch junge Leute ersetzt, die juristisch oder buchhalterisch ausgebildet waren.
Hoover ließ seine Leute streng überwachen. Es wurden besondere Einrichtungen geschaffen, um ihr Verhalten und ihre Leistungen zu kontrollieren. Ferner wurden einheitliche Arbeitsmethoden festgelegt und eine Schule für die Ausbildung neuer Kräfte eingerichtet. Das FBI entwickelte sich zu einer Organisation mit Charakter und einem genau festgelegten Ziel: die polizeiliche Exekutive zu einem ehrenhaften Gewerbe zu machen, das in den Händen ausgebildeter Fachleute und Berufsbeamten liegt.


 

1933-1939:
Das FBI bekam den Auftrag gegen die Gangster aggressiv und rücksichtslos im Kampf gegen das Alkoholverbot vorzugehen. Fachleute der Marine und der Armee erteilten den Agenten Schießunterricht. Der Kongress ermächtigte sie, Waffen zu tragen und Verhaftungen vorzunehmen. Eine Reihe von strafrechtlichen Novellen dehnte die Aufgaben des FBI auf Menschenraub, Bankraub, Erpressung und andere Verbrechen aus.
In diesen Jahren bekamen Hoover und seine Leute den Spitznamen "G-Men"
( Goverment Men ). Zugleich waren es aber auch wilde, blutrünstige Jahre erbitterter Feuergefechte mit der John Dillinger Bande und anderen Ganovenbünden, die den Mittelwesten terrorisierten.
Das FBI wuchs heran und wurde eine bewegliche Truppe im Kampf gegen das Verbrechertum. Durch die Errichtung von Laboratorien wurde die Wissenschaft in den Kampf gegen das Verbrechen mit einbezogen. Zudem wurde eine Bundesakademie gegründet, mit den Zielen den Polizeistellen die neuesten kriminalistischen Methoden beizubringen und die Zusammenarbeit zwischen örtlichen Polizeibehörden und den Bundesstellen zu fördern.

1939-1945:
Präsident Franklin Roosevelt beauftragte das FBI, zusammen mit den Militärbehörden gegen die Spionage, Sabotage und Umsturzversuche einzugreifen. Das FBI war nicht mehr nur eine Kampftruppe gegen das Verbrechertum, sondern außerdem auch ein Nachrichten- und Fahndungsdienst.
Im Gegensatz zum ersten Weltkrieg, bei dem das FBI total versagte, waren sie diesmal auf dem Posten. Schon vor dem Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg wurden feindliche Spionageringe gesprengt. Die Aufgabe wurde sehr streng genommen, dass nicht wieder solche Fehler wie im ersten Weltkrieg passieren konnten ("Black- Tom" Explosion). Alles wurde mit peinlichst genauer Rücksicht auf die bürgerlichen Freiheitsrechte durchgeführt. Es gab keine Massenrazzien und keine Vigilanten. Zudem bekamen einige Agenten den Auftrag nach Mittel- und Südamerika zu gehen, um dort feindliche, vor allem deutsche Spionageringe zu zerschlagen.
Im Gegensatz zu früheren Aufträgen dieser Art, die jeweils eng begrenzt und kurzfristig waren, trug die Mission, die Präsident Roosevelt dem FBI anvertraute, permanenten Charakter und erfasste einen neuen, großen Frontabschnitt.

1945-1956:
In den Jahren des kalten Krieges konzentrierte sich das FBI neben dem Kampf gegen die stark anwachsende Kriminalität auf die Auseinandersetzung mit dem Kommunismus. Es begann die Zeit in der das FBI buchstäblich gegen die Tätigkeit der Kommunisten zu Felde zog. Gleichzeitig aber dauerte der Kampf gegen die Verbrecherwelt an, und die Agenten des FBI waren oftmals dazu gezwungen ihr Leben zur Lösung eines Falles aufs Spiel zu setzen. Doch trotz der straffen Disziplin, der langen Arbeitszeit und dem schweren Dienst verließen verhältnismäßig wenig Agenten das FBI, um bequemere, besser bezahlte Posten zu übernehmen. Es hatte sich innerhalb des FBI eine Art Berufsstolz, eine Art Korpsgeist entwickelt.
Die FBI Agenten sind juristisch, buchhalterisch, wissenschaftlich und technisch geschult. Aber für die Arbeit eines Kriminalisten sind Anpassungsfähigkeit und Wendigkeit genauso wichtig wie eine akademische Ausbildung. Die Menschen, die das FBI bilden, sind Fachleute, gut ausgebildet und von dem Grundsatz durchdrungen, dass es bei ihrer Tätigkeit ebenso sehr darauf ankommt, die Unschuld eines Menschen festzustellen wie seine Schuld nachzuweisen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Exposé (Literatur)

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Ein Exposé ist eine schriftliche Form der kurzen vorausschauenden Inhaltsangabe eines längeren Buchprojekts.

Es soll seinem Leser die Hauptidee und den groben Handlungsgang eines literarischen Werks vorstellen. Im Französischen wird das Wort im Sinn von Referat verwendet.

Exposés spielen im Verlagswesen eine große Rolle. Ein Verlag lässt sich von einem Autor ein Exposé eines Romans vorlegen, um aufgrund dessen zu entscheiden, ob der Roman in die Planung aufgenommen werden soll. Ein Exposé beschreibt darum meist Inhalt und Hauptidee eines Werks, das noch nicht existiert.

Ein Exposé ist meist nur einige Seiten lang, skizziert die Hauptfiguren und die Grundkonflikte eines geplanten fiktiven Werks oder die Gliederung und Themen eines Fachbuchs. Es enthält weder Dialoge noch Einzelheiten.

Es ist üblich zu Drehbüchern ein Exposé zu schreiben, damit Produzenten die Möglichkeit haben diese abzulehnen ohne sie komplett lesen lassen zu müssen.

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Biblische Plagen

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Die 10 biblischen Plagen schickte Gott den Ägyptern, da der Pharao sich weigerte das israelische Volk ziehen zu lassen. Die 10 Plagen waren:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das unsichtbare Visier

Spionagethriller, DDR 1973, Regie: Peter Hagen, Buch: Otto Bonhoff und Herbert Schauer, Herbert Schauer und Otto Bonhoff, Kamera: Peter Brand, Musik: Walter Kubiczeck. Mit: Armin Mueller-Stahl, Albert Hetterle, Wilfried Ortmann, Jessie Rameik, Maja Dragomanska, Günter Grabbert, Jörg Panknin, Giso Weißbach, Jessy Rameik, Alfred Struwe, Marion van de Kamp, Annekathrin Bürger, Micaela Kreißler, Giso Weissbach, Thomas Langhoff.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Militärischer Abschirmdienst (MAD)

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Wappen des MAD
 

Wappen des MAD

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) ist Teil der deutschen Streitkräfte und ein Nachrichtendienst, der in der Bundeswehr und für die Bundeswehr die Aufgaben wahrnimmt, die außerhalb der Bundeswehr von den Behörden für Verfassungsschutz wahrgenommen werden.

Der MAD untersteht als Nachrichtendienst dem zuständigen Staatssekretär des Bundesministeriums der Verteidigung, truppendienstlich dem Stellvertreter des Generalinspekteurs und Inspekteur der zentralen Militärischen Dienststellen. Zur Zeit hat der MAD ca. 1.300 Mitarbeiter.

Der MAD unterhält kein Informantennetz in der Bundeswehr. Er ist nicht befugt, Zwang anzuwenden, und er darf sich auch nicht im Wege der Amtshilfe die Zwangsbefugnisse anderer Dienststellen zu Nutze machen.

 

 
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Aufgaben

Die Aufgaben des MAD sind im MAD-Gesetz vom 20. Dezember 1990 verankert und wurden am 9. Januar 2002 durch das Terrorismusbekämpfungsgesetz erweitert.

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Kontrolle des MAD

Die Kontrolle durch den Deutschen Bundestag erfolgt in erster Linie durch das parlamentarische Kontrollgremium nach dem "Gesetz über die parlamentarische Kontrolle nachrichtendienstlicher Tätigkeit des Bundes" (PKGrG) vom 11. April 1978 in der Fassung vom 17. Juni 1999. Zusätzlich unterliegt die Arbeit des MAD auch der Kontrolle durch den Bundesbeauftragten für den Datenschutz.

 

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vertrauliche Hinweise jederzeit willkommen

Jeder, der ohne Umstände mit dem MAD Kontakt aufnehmen möchte, weil er vielleicht Infos zu Spionage- oder Extremismusabwehr weitergeben möchte, oder sich von fremden "Diensten" möglicherweise benutzt oder sonst wie kontaktiert glaubt, kann dort, rund um die Uhr, zum Ortstarif anrufen unter: 0180-2316465.

 

 

 

 

 

 

 

 

Muammar al-Gaddafi

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(Weitergeleitet von Gaddafi)

Muammar al-Gaddafi oder Mu'ammar al-Qaddhafi (* September 1942), arabisch: معمر القذافي, ist seit 1969 der Staatschef von Libyen.

Gaddafi erhielt seine Offiziersausbildung in Großbritannien und gründete später, vom Panarabismus beeinflusst, den Bund Freier Offiziere. Mit diesem stürzte er 1969 König Idris durch einen Putsch und übernahm als Führer einer Militärjunta die Macht. In der Folgezeit formte Gaddafi das Königreich in einen sozialistischen Staat um. Er ging allerdings weitgehend eigene Wege. Das Land, das sich fortan Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija nannte, versuchte auf der Basis seines Ölreichtums eine Hegemonialstellung über Afrika aufzubauen. Gaddafi propagiert innenpolitisch das System der Volkskongresse als direkte Demokratie ohne Parlamentarismus. 1976 veröffentlichte er das "Grüne Buch" in dem er seine politischen Ziele darstellte.

Zugleich vertrat Gaddafi auch gewisse panarabische Ansätze. 1979 trat er offiziell von der Staatsführung zurück, ohne jedoch seinen beherrschenden Einfluss auf sämtliche Staatsgeschäfte zu verlieren.

Seit 1973 befand sich Libyen im Konflikt mit dem Tschad, als Korrekturen der Grenzen zu Lasten des Tschad gefordert wurden. Trotz eines Waffenstillstandes 1987 zogen sich erst 1994 die libyschen Truppen aus dem nördlichen Tschad zurück.

Gaddafi setzt sich auch stark für die arabische Einheit ein, verschiedene Unionspläne mit Ägypten oder den Maghrebstaaten konnten aber nicht verwirklicht werden (z.B. gescheiterte Union mit Tunesien 1974). Seit einigen Jahren versucht er, die afrikanische Einheit zu fördern. Die auf sein Betreiben gegründete Afrikanische Union (AU) als Nachfolgerin der Organisation Afrikanischer Einheit (OAU) hat die EU zum Vorbild und soll langfristig zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum in Afrika führen.

Er führte das Land in weitgehende Isolation gegenüber dem Westen, besonders den USA, die 1986 Tripolis und Banghazi bombardierten, da Libyen Terroranschläge gegen US-Bürger unterstützt haben soll. Allerdings ließ er in denen letzten Jahren wieder eine gewisse Öffnung zu, wohl auch angesichts immer ernsterer US-amerikanischer Drohungen gegen das Land. Gaddafi werden Verbindungen mit dem internationalen Terrorismus nachgesagt.

Gaddafi baute einen Kult um seine Person auf.

1999 bekannte Gaddafi sich zur Schuld Libyens an der Sprengung eines Passagierflugzeugs der amerikanischen Luftfahrtgesellschaft PanAm über der schottischen Stadt Lockerbie; er lieferte die Attentäter aus und ließ den Hinterbliebenen der Opfer eine hohe Entschädigung zahlen.

2003 gab Gaddafi bekannt, dass sein Land die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen betreibe, dass er aber bereit sei, dieses Programm aufzugeben. Gaddafis Verhältnis zum Westen hat sich seitdem stark verbessert. Im März 2004 besuchte ihn Tony Blair und durchbrach damit die lange Isolation Libyens. Im Oktober folgte Gerhard Schröder als erster deutscher Kanzler.

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Druide

 

Etymologie

Die Herkunft des Wortes "druid" ist bis heute heftig umstritten. Dr. O'Hogain meint, das Wort leite sich von einem keltischen Wort für "sehr kenntnisreich" ab, andere wiederum leiten es von "drus", dem keltischen Wort für Eiche ab. Wieder eine andere Theorie ist, dass das Wort von den keltischen Bezeichnungen dru ("gründlich") und uid ("wissen") kommt.

Das Wort DRUIDE bedeutet in unserer mündlichen mitteleuropäischen Überlieferung "Intensiv Wissender".

Vereinfacht werden Druiden gerne als Priester der keltischen Religion dargestellt; ihre Rolle war aber viel umfassender. Die Druiden stellen eine eigene Kaste dar. Sie bilden die intellektuelle Schicht der Gesellschaft. Sie hatten zwar religiöse Funktionen, waren aber nicht nur "sacerdotes", also Priester: Sie waren unter anderem Barden, Ärzte, Astronomen, Philosophen und Magier.

Man kann den Druiden allerdings grob drei verschiedene Funktionen zuteilen, wobei die Funktionen auch übergreifend wirkten:

  1. die "Druids", welche die Kriegskunst lehrten und die Magie beherrschten
  2. die "Bairds" oder Barden, welche für die Wahrung der mündlichen Überlieferungen verantwortlich waren, und
  3. die "Filidhs" oder Seher, die in die Zukunft blicken konnten.

Es muss insbesondere zwischen den Druiden der antiken Kelten (etwa bis zum Ende unabhängiger keltischer Kulturen, am Anfang des Mittelalters) und den Druiden der Neuzeit unterschieden werden. Erstere gingen unter, ohne Aufzeichnungen oder Nachfolger zu hinterlassen, letztere entstanden in Wales und Irland nach Ideen der Neuzeit, die alte Überlieferungen mit neuzeitlichen Vorstellungen, Nationalismus und Romantik verknüpften.

 

Historische Druiden

Die Druiden, wie die Kelten generell, haben kaum Aufzeichnungen hinterlassen. Der Grund dafür ist aber nicht, dass diese Analphabeten gewesen wären, vielmehr weil für die Druiden das "Wort" heilig war und nicht entweiht werden durfte. Es gibt allerdings 367 Aufzeichnungen von Druiden, die nach wie vor existieren, zumeist aus Schottland, Wales und Irland, aber auch von der Isle of Man. Einer der bedeutendsten noch erhaltenen Texte sind die Gedichte des Druiden Amairgen. Die bekannteste davon ist die "Anrufung Irlands".

Von Plinius dem Älteren überliefert ist die Tradition des weiß gekleideten Druiden, der mit der goldenen Sichel Mistelzweige in Eichen schneidet; daneben berichtet Plinius vom Stieropfer, dem der Druide vorstand. Die Mistel wurde von den Druiden aufgrund ihrer Heilkraft geschätzt; wie heute bekannt ist enthält sie den Wirkstoff Lecithin, der das Immunsystem stärkt.

Schon zuvor hatte Julius Cäsar im "gallischen Krieg" Druiden erwähnt; dieser Bezug weist Parallelen zu einer Darstellung des Poseidonius (135-51 v. Chr.) auf, der ein hellenistisch idealisiertes Bild der Druiden als Philosophen malt. Die Aufzeichnungen des Julius Cäsar und auch der meisten anderen älteren Autoren sind allerdings insofern kritisch zu beurteilen, als diesen die keltische Kultur fremd war.

Mit der Eroberung keltischer Länder (Iberien, Gallien, Britannien) durch das römische Reich schwand der Einfluss der Druiden; eine letzte Hochburg auf der nördlich von Wales gelegenen Insel Anglesey (Ynys Môn) wurde im Jahre 60 n. Chr. von den Römern zerstört. Letzte historische Berichte aus dem Irland des frühen Mittelalters sind christlich gefärbt; sie dämonisieren die Druiden als Gegner der Kirche.

Auch wird vielfach von weiblichen Druiden gesprochen. Man denke hier nur an Mebd von Connacht oder Ceridwen. Ceridwen wird beispielsweise als Druidin bezeichnet, die in einem Prototyp des heiligen Grals einen Trank herstellte, der unbegrenzte Weisheit über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verlieh. Eigentlich wäre das Getränk für ihren Sohn Affagdu (= völlige Dunkelheit) gewesen, um seine Hässlichkeit wett zu machen. Ihr Gehilfe trank von diesem Getränk allerdings drei Tropfen. Um ihrem rasenden Zorn zu entgehen floh er vor ihr, wurde jedoch von ihr verfolgt. Ihr Gehilfe verwandelte sich zum Schutz vor Ceridwen in viele verschiedene Geschöpfe und Dinge, zuletzt in ein Getreidekorn, welches Ceridwen verschluckte. Daraus wurde Ceridwen schwanger und gebar einen weiteren Sohn, der heute als Sinnbild aller Druiden angesehen wird - Taliesin. Diese Legende bestätigt, dass es durchaus weibliche Druiden gegeben hat, und dass sie im Rang auch keineswegs unterhalb eines männlichen Druiden standen.

Aus diesen Angaben entsteht das Bild des Druiden in angesehener gesellschaftlicher und politischer Stellung. Er war verantwortlich für religiöse Opfer, und galt als Mittler zwischen Menschen und Göttern. Gleichzeitig sprach er in Rechtsangelegenheiten, hatte Aufgaben in der Lehre, und war in der Geschichte und Kultur der Kelten bewandt. Auch der keltische Barde hatte vortragende Aufgaben, dass Barden und Druiden verschiedene Ränge einer speziellen Organisation seien lässt sich nicht belegen.

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Rosenkrieg

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Der Rosenkrieg ist der Name eines mit Unterbrechungen von 1455 bis 1487 gefochtenen Bürgerkrieges um die englische Thronherrschaft.

Die sich gegenüberstehenden Parteien waren das House of York und das House of Lancaster, zwei verschiedene Zweige der Plantagenet, die ihren Stammbaum auf König Edward III. zurückführen konnten. Die Wappen dieser Familien beinhalten Rosen (eine rote Rose für Lancaster, eine weiße Rose für York), so dass sich für diesen Konflikt später der Name Rosenkrieg etablierte.

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Anthologie

Eine Anthologie oder Blütenlese (griech., von anthos = Blume, legeïn = lesen, sammeln, sprechen) ist eine Sammlung ausgewählter Texte verschiedener Autoren, oder eine Themen bezogene Zusammenstellung aus literarischen, musikalischen oder grafischen Werken. Seit hellenistischer Zeit wurden Gedichtsammlungen gerne als Anthologie bezeichnet. Eine Sonderform der Anthologie ist das Lesebuch.
 

Der Begriff hat sich im 18. Jahrhundert allgemein für Sammlungen von Lyrik, Aphorismen, Erzählungen etc. durchgesetzt. Zusammenstellungen von Epigrammen gab es aber schon in der Antike. Im Hellenismus wurde "Anthologie" auch ein Titel für Gedichtsammlungen.

Kurze Geschichte der Anthologien

Erste Sammelwerke von Epigrammen gab es schon vor der Zeitenwende - etwa den "Kranz" des Philosophen und Dichters Meleagros von Gadera (70 v. Chr. und des Philippos von Saloniki. Basierend auf ihnen und dem "Kyklos des Agathias" (etwa 560) schuf der byzantinische Theologe Konstantinos Kephalas um 900 eine in Kategorien gegliederte Anthologie, die vielfach erweitert wurde. Der Heidelberger Codex Palatinus (lat. für Pfälzer Handschrift) gab ihr den Namen Anthologia Palatina.

Ebenfalls in Byzanz editierte der Humanist Maximos Planudes um 1300 die Anthologia Planudea. Im Spätmittelalter entstanden Sammlungen lateinischer Alltagslyrik wie die Carmina Burana - eine Thematik, die 1573 der französische Altphilologe J.J. Scaliger fortsetzte. Durch Erasmus von Rotterdam erhielten Anthologien auch didanktische Funktionen, wie in der Sentenzensammlung Adagiorum Collectanea (1500). Nach 1700 erschienen unveröffentlichte Gedichte von Benjamin Neukirch, 1782 nannte Friedrich Schiller seine Gedichtsammlung Anthologie.

Die fantastische Literatur erhielt ihr Sammelwerk 1941 durch Jorge Luis Borges, vom Franzosen André Breton stammt die "Anthologie de l’Humor Noir (1937), von Walter Höllerer das "Lyrikbuch zur Jahrhundertmitte" (1956). Danach entstanden - mit zunehmendem Interesse und Wohlstand der Leserschaft - verschiedenste Anthologien.

Griechische bis "freie" Anthologie

Dass das griechische Synonym für "Blütenlese" den Wortstamm Logos (?????) enthält, lässt vielfache Deutungen der hier behandelten künstlerischen Auswahlmethoden zu. Für antike Wissenschafter geht der "Logos" weit über die Bedeutung des o.e. legeïn hinaus - siehe bei Heraklit, Platon oder beim Johannes-Prolog: er kann außer Wort und Rede auch Gedanke und Begriff]] meinen, sowie Bericht, Beweis, Erklärung usw. Auch mit Gott und Universum wird der Logos gleichgesetzt.
Wenn nun Griechen oder spätere Eklektiker eine Auswahl der
schönsten Blüten "vorlegen" (Blütenlese, Anthoi legein), so kann dies - auch ganz wörtlich genommen - von Prosaischem und Liebesgedichten über sarkastische Sprüche und philosophische Aphorismen bis zur Deutung von Bildende Kunst reichen.

Durch das Internet bahnt sich hier eine eher banale Entwicklung an: zahlreiche Initiativen veranstalten Wettbewerbe für Hobby-Schriftsteller, und unter "Anthologie" zeigt jede Suchmaschine ein buntes literarisches Gemisch. So finden sich "Blüten"lesen, die von Gedichten und Geschichten nur einer Person künden.
Solider sehen die jährlichen Anthologien mehrerer Verlage aus (z.B. Kyrene Innsbruck, Frieling Berlin), die zwar auch zur freien Beteiligung einladen, aber nur die besten Beiträge ins Buch aufnehmen. In beiden Fällen werden die Beiträge meist in Kategorien wie Lyrik, Prosa, Krimi, Kurzgeschichten, Erotik, Satire usw. geordnet.