Die Central Intelligence Group
und die CIA entstehen


Am Anfang sollte eine Umstrukturierung der alten Behörde stehen - ganz so wie es Firmen heute auch alle paar Jahre immer mal wieder praktizieren, um frischen Wind in die alten Etagen zu pusten und sich das Gefühl des Aufbruchs in die Neue Zeit zu geben. 

Die Central Intelligence Group wurde gebildet, die allerdings noch unter Kontrolle der National Intelligence Authority stand.
Donovan berät zu dieser Zeit mit Präsident Truman aber schon die Zukunft und schlägt die Basis zum "National Security Act of 1947" vor, der dann noch in diesem Jahr am 18. September die neue Behörde endgültig aus der Taufe hebt: die CIA, also die "Central Intelligence Agency". 
Der Name sagte aus, was beabsichtigt war: die Zusammenführung aller Stellen der Regierung, die sonst noch am Thema "Informationssammlung" arbeiteten, also auch die National Intelligence Authority und die Central Intelligence Group. Nun steht die CIA an der Spitze aller Informationssammeltätigkeiten. So wollte Truman auch die Tätigkeit gesehen wissen: eine Quelle für Informationen für politische Entscheidungsträger. 

Eventuell war beim Ausklang des Zweiten Weltkrieges schon klar, dass es unter Umständen in der Zukunft zu unterschiedlichen Meinungen mit der anderen Weltmacht, der Sowjetunion, kommen könne. So war die Sowjet- union, der Ostblock und die kommunistischen Länder das neue Tätigkeitsgebiet.


Undercover-Tagesgeschäft und Krisen


Nun, in den kommenden Jahren entwickelte sich die CIA schnell und man erkannte ein stilles und wachsendes Eigenleben, was auch Truman zu Beschwerden veranlasste: die Aktivitäten hätten den Trend mit den Jahren undurchsichtiger zu werden und eine Verstärkung der aktiven Rolle der Behörde sei nicht zu verkennen. 
Truman's Amtszeit endete jedoch und er wurde abgelöst durch Dwight Eisenhower, der solche Ansichten nicht teilen konnte.
Die CIA konnte beruhigt weiterleben und nachfolgende Präsidenten mit eigenen Krisen im Gepäck, wie Kennedy und die Kuba-Krisen (Invasion in der Schweinebucht am 17. April 1961 und die Kuba-Raketen-Krise vom 15. bis 28. Oktober 1962) sowie Johnson mit dem Vietnam-Krieg, banden die Organisation gerne in ihre Entscheidungsfindung ein. Wenngleich bei Johnson dazukam, dass er nicht auf den Rat der CIA hörte, die eine Steigerung der Eskalation in Vietnam als Fehler prophezeite.

In den 70ern fand sich der CIA plötzlich verstrickt in innenpolitische Ungereimtheiten, genauer gesagt die Nixon-Watergate-Affaire. Die Frage, die sich stellte war, ob man Nixon darin unterstützen konnte und wollte, die Ermittlungen weiter zu verschleppen. Auf Nixon's Gegenseite waren ebenfalls Ex-CIA's daran, Nixon den Einbruch in das Hauptquartier der Demokraten nachzuweisen. Die CIA entschied sich letztendlich dagegen und die Quittung für CIA-Chef Richard Helms folgte prompt: Nixon warf ihn raus!
Der CIA war ins Gerede gekommen, stand in einem unangenehmen Mittelpunkt und der Kongress interessierte sich plötzlich für die geheimen Manöver und Operationen, unter anderem die Rolle der Organisation in der Kuba-Krise. 
Ergebnis war, dass man 'weg' wollte von James-Bond mäßigen Spezial-Einsätzen, die teilweise scheinbar blutige Konsequenzen hatten. 
Aber es gab zum Glück schon eine neue Tätigkeits-Richtung: Die Hingabe zur modernen elektronischen, unblutigen Spionage.

Die Besinnung auf eigene Stärken und Erfahrung führte allerdings schnell zu "Nebenjobs". Präsident Carter erinnerte sich nämlich jedenfalls alter Zeiten und schon befand sich der CIA inmitten der Afghanistan-Krise und hatte die Aufgabe, die Sowjetunion mit seinen alten, bewährten Mitteln zu bekämpfen.

Unter der Folgeregierung von Ronald Reagan wurde dann sogar William Casey, ein Veteran aus OSS-Zeiten, im Jahre 1981 ins Boot geholt. Verstärkte Auslands-Undercover Aktionen waren die Folge, die Reagan dann schließlich ins Gerede kommen ließen. Dann, mit der Verwicklung der CIA in illegale Waffenverkäufe an den Iran, um US-Geiseln im Libanon frei zu bekommen, war die Kritik an den Einsätzen groß, eine Forderung nach mehr Kontrolle war die Konsequenz. Weitere Probleme mit abgezweigten Mitteln in Zusammenhang mit der Unterstützung von Contras in Nicaragua, sowie die Enttarnung von Agenten wie Edgar Lee Howard und Aldrich Ames schwächten die Akzeptanz und den Ruf der Behörde.

 

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