Bader

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Bader ist eine mittelalterliche Berufsbezeichnung. Außer der Arbeit der heutigen Friseure - rasieren, Haare schneiden- erledigten die Bader kleinere Operationen und Aderlässe und das Ziehen von Zähnen mit der Zange, dem Zahnschlüssel oder dem Pelikan. Im Badehaus ging es aber nicht primär um die Hygiene, wie in in einer Form heutiger Saunaclubs stand vielmehr der Spaß am Bade im Vordergrund. Badhäuser waren auch Bordelle, die schlechten hygienischen Zustände sorgten oft für die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten, z.B. Syphilis.

Bader waren insbesondere ein mittelalterlicher und bis in die frühe Neuzeit reichender Ersatz für Chirurgen. Bader und Barbiere sind allesamt Formen der so genannten Handwerksärzte, die entgegen der akademischen Ausbildung heutiger Mediziner eine handwerkliche Ausbildung genossen. Die Laufbahn vom Gesellen zum Meister war explizit geregelt. Mit dem aufkommen der akademischen Medizin gab es europaweite Auseinandersetzungen zwischen Medizinern alter und neuer Schule.

 

 

 

 

 

 

 

Isfahan

 

Isfahan ist eine Provinzhauptstadt im Iran mit 1,3 Millionen Einwohnern.

Die Stadt liegt in einer Oase in einem sehr gebirgigen, durch Stein-, Geröll- und Salzwüsten geprägten Abschnitt des iranischen Hochplateaus. Die geographische Lage lautet: 32° 42 Breite und 51° 43 Länge.

Die antike Vorgängerstadt hieß Aspadana (auch: Sepahan) und wurde von den Arabern erobert. Hiermit begann im Jahre 643 die islamische Geschichte Isfahans und ein Aufschwung, der die Stadt zum Sitz der bedeutenden persischen Herrscherdynastien machte. In dieser Zeit entstanden bedeutende islamische Bauwerke, welche heute teilweise unter dem Schutz des UNESCO - Weltkulturerbes stehen. Als der Agha Mohammed Clan Ende des 18. Jahrhunderts die Hauptstadt nach Teheran verlegte, versiegte diese Bautätigkeit und die Stadt verlor an Bedeutung.

Das historische Stadtbild ist durch Paläste, eine Vielzahl Minarette und durch die blauen Kuppeln der Moscheen geprägt. Herausragend ist die Prachtanlage des Festplatzes Meidan-i-Schah und die 33-Bogen-Brücke über den Sajende Rud.

Das moderne Isfahan ist Universitätsstadt und verfügt über einen eigenen Flughafen. Es finden sich Fabrikationsstätten der Nahrungsmittel-, Stahl-, Öl- und Textilindustrie. Außerdem ist das Kunstgewerbe verbreitet.

Nach der Stadt ist auch der feine handgeknüpfte Perserteppich Isfahan benannt.