Assyrer

Die Assyrer waren semitische Einwanderer, die sich ca. seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. am mittleren Tigris niedergelassen haben. Die Kultur Assyriens war wie die der Akkader sumerisch beeinflusst. Andererseits lassen sich auch Einflüsse der Hurriter sowie der Iranier feststellen. Insofern stand der Volkstypus den Babyloniern eher nah.

Die Sprache der Assyrer war akkadisch. Sie zeichneten sich einerseits durch kriegerische Aktivität aus, vollbrachten aber auch hohe kulturelle Leistungen. Ihr Nationalgott war Assur. Einer ihrer hartnäckigsten Feinde war das Reich von Urartu, das Assyrien an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Am Ende verlor das assyrische Reich gegen die immer stärker werdenden Meder und Babylon. 612 v. Chr. wurde die Hauptstadt Ninive zerstört. Ab da erlangen die Assyrer nie wieder eine besondere Bedeutung in der Weltgeschichte.