Namensvergleich
der griechischen und r÷mischen G÷tter:

 

Die R÷mer unterschieden zwei Gruppen von G÷ttern:
- die ńlteren G÷tter der ursprŘnglichen Religion
- die spńter hinzugekommenen G÷tter aus Religionen der Griechen und anderer V÷lker

Fast alle griechischen G÷tter gab es auch bei den R÷mern. Dort hatten sie die gleichen Funktionen, nur andere Namen:

Zeus Jupiter
Hera Juno
Ares Mars
Hephaistos Vulcanus
Aphrodite Venus
Poseidon Neptunus
Athene Minerva
Dionysos Bachhus
Apollon Apollo
Demeter Ceres
Hermes Mercurius
Hades/Pluton Pluto
HestiaHestia Vesta

 

 


 

 

Die Griechen verehrten nicht - wie bei Juden oder Christen - einen einzelnen Gott, sondern viele G÷tter, die eine gro▀e G÷tterfamilie bildeten. Sie wohnten, wie Sagen und Erzńhlungen berichten, auf dem Olymp, einem hohen und schneebedecktem Berg im Norden Griechenlands.


Kurze Vorstellung der einzelnen wichtigsten G÷tter der Griechen und R÷mer:

Zeus-Statue in Olympia

Zeus - Jupiter:

 

Zeus war der Herrscher unter den G÷ttern. Er wurde "Vater aller G÷tter und Menschen" genannt und sein Wirken bezog sich auf die Gesamtheit des Weltgeschehens als "Verwalter" des Schicksals (fatum). Seine Mutter war Rhea, sein Vater Kronos. Kronos verschlang seine Kinder immer, weil er einen Aufstand von ihnen fŘrchtete. Seine Frau jedoch beschŘtzte Zeus und gab Kronos einen mit Windeln umwickelten Stein zum Verschlingen. Rhea war noch die Mutter von weiteren G÷ttern: von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus.

Zeus wurde auf Kreta geboren. Er war der Gott der Himmelshelle und wurde deshalb auf h÷her gelegenen Orten und HŘgeln verehrt. Als oberster Gott des Himmels ist er als Wettergott fŘr Regen, Schnee, Hagel und Gewitter verantwortlich. Er wird deshalb auch fast immer mit Donnerkeilen abgebildet, die unfehlbare Waffen darstellten. Er war aber auch fŘr das gute Wetter zustńndig.

In einem gewaltigen Kampf - unterstŘtzt von den Kyklopen - Řberwanden Zeus und seine Geschwister ihre unter der FŘhrung des Kronos kńmpfenden Gegner, die Titanen, und traten nun die Weltherrschaft an. Zeus, Poseidon und Hades einigten sich bei der Aufteilung der Herrschaft Řber Himmel und Erde, Meer und Unterwelt. Kronos und die Titanen wurden in den Tartaros (Unterwelt) gestŘrzt.

Seine Frau hie▀ Hera und war auch gleichzeitig seine Schwester (was nicht unŘblich war). In einem einzelnen Mythos hatte Zeus auch eine andere Frau, Dione. Zeus war nicht gerade treu, sondern hatte mehrere Liebschaften, aus denen weitere G÷tter entstanden.

Hera

Hera - Juno:

 

Hera war die Frau des Zeus. Ihr Name ist die weibliche Form von "Heros", was Řbersetzt "Herrin" bedeutet. Hera wird als hńufig eifersŘchtige Frau beschrieben, wozu sie auch allen Grund bei ihrem Mann hatte. Hera war die BeschŘtzerin der Ehe und wurde besonders von den Frauen in der gesamten griechischen Welt verehrt. Sie besa▀ viel Tugendhaftigkeit, unterstŘtzte ihren Mann, Řbte jedoch Rache an seinen Liebschaften. Hera und Zeus haben gemeinsam drei eheliche Nachkommen, Ares, Hephaistos und Hebe.

Ares

Ares - Mars:

Ares ist der eheliche Sohn von Zeus und Hera. Ares war der Kriegsgott der Griechen und fand am Kampf und Blutvergie▀en richtig VergnŘgen. Er stachelte den Kampfgeist in den Kriegen sogar noch an (g÷ttlicher Raufbold). Ares war nicht verheiratet, hatte aber hńufig Liebschaften mit Frauen, darunter auch mit Aphrodite, der Frau von Hephaistos. Diese Liebschaft hatte jedoch ein schnelles Ende, als der Sonnengott Helios dieses Verhńltnis Hephaistos mitteilte und dieser Ares und seine Frau in unsichtbare Ketten legte, als sie wieder gemeinsam auf dem Bett lagen: Von den G÷ttern wurde Ares nur ausgelacht.

Bei den R÷mern war nach Mars (Martius) der erste Monat des altr÷mischen Kalenders benannt. Nach Jupiter war er der gr÷▀te Gott der italischen V÷lker. Vor jedem Feldzug wurden ihm als Kriegsgott Waffen und Kriegsgerńte geweiht.

Hephaistos

Hephaistos - Vulcanus:

 

Hephaistos war ein Sohn der Hera. Nach einigen Mythen war er auch der Sohn des Zeus, nach anderen soll ihn Hera ohne mńnnliche Hilfe zur Welt gebracht haben. Er war der Schmied und Metallgie▀er unter den G÷ttern. Er wird als hńsslich und hinkend geschildert. Trotzdem wurde er aber in der Familie der starken und sch÷nen G÷tter anerkannt, weil er ein geschickter Schmied und Handwerker war und so seinen Verwandten gute Dienste leisten konnte. Seine stark ausgebildeten Arme und Schultern lie▀en ihm die Fńhigkeit, ein guter Schmied zu werden, da er dabei nicht viel laufen musste. Bei seiner Tńtigkeit als Schmied verlor er durch Funkenflug ein Auge. Zudem war er mit der sch÷nsten G÷ttin, Aphrodite (G÷ttin der Liebe) verheiratet.

Aphrodite

Aphrodite - Venus:

Aphrodite war die G÷ttin der Liebe und mit gro▀em Abstand die sch÷nste G÷ttin. Sie spendete au▀erdem Fruchtbarkeit und Sch÷nheit und wurde hńufig mit einem lieblichen oder sp÷ttischen Lńcheln dargestellt. Sie war die Tochter von Zeus, ihre Mutter angeblich Dione. Aber auch hier gibt es mehrere verschiedene Quellen. Sie war verheiratet mit Hephaistos, dem lahmen, hńsslichen Schmied. Sie war keine treue Gattin (Sage mit Ares!) und handelte hńufig verantwortungslos. Mit Ares hatte sie zwei uneheliche Kinder. In ganz frŘhen Geschichten wurde sie auch als grausam und lńcherlich dargestellt, was sich aber spńter ńnderte. Sie wurde zur obersten zeugenden Kraft.

Poseidon

Poseidon - Neptun:

 

Mńchtig und seinem Bruder Zeus fast gleichgestellt war der Meeresgott Poseidon, ursprŘnglich der Gott des SŘ▀wassers. Sein Name bedeutet "Herr der Erde". Er wŘhlte oder glńttete mit seinem Dreizack das Meer und alle anderen Gewńsser. Er wurde auch ErderschŘtterer genannt, denn er war Urheber der unberechenbaren Naturgewalten wie Erdbeben und Sturm. Poseidon war der ńltere Bruder von Zeus. Auch er liebte mehrere Frauen und hatte zahlreiche Nachkommen. Seine Gattin war Amphitrite, mit der er auch eheliche Kinder zeugte. Sie war die Beherrscherin der Meere. Poseidon besa▀, wie alle Meeresg÷tter, die Fńhigkeit, seine und die Gestalt von anderen zu ńndern. Er verwandelte z.B. eine von ihm geschwńngerte Frau in einen Mann, die bzw. der dann kein Kind mehr bekam. Andere machte er unverwundbar (darunter auch seinen Sohn) oder verwandelte sie in eine Wasserquelle.

 

Athene

Athene - Minerva:

Athene war auch eine Tochter des Zeus. Sie war die Schutzg÷ttin von Athen. Auch ihr Name weist auf diese Stadt hin. Ihr zu Ehren entstanden viele Tempel. Sie war au▀erdem Schutzg÷ttin des Krieges, der Weisheit und der KŘnste. Athene wurde nicht von einer Frau geboren, sondern entsprang - nach einer Sage - erwachsen und kriegerisch dem Haupt von Zeus, wobei Hephaistos (der Schmied) mit der Axt bei der Geburt etwas nachhelfen musste. Athene lehrte auch kluges Planen und viele HandwerkskŘnste. Sie wird hńufig in voller RŘstung mit einem Helm, Schutzschild und Speer dargestellt.

Dionysos

Dionysos - Bacchus:

 

Dionysos war ein wichtiger Gott, nńmlich der Gott des Weines. Er zog mit einem von Panthern gezogenen Wagen mit wilden, trunkenen Begleitern durchs Land. Ihm haftet auch etwas Unheimliches an, weshalb er auch erst etwas spńter unter die griechischen Staatsg÷tter aufgenommen wurde. UrsprŘnglich mag er ein Gott des Getreides und der Landwirtschaft gewesen sein. Auch Řber ihn gibt es viele Sagen, in denen er Frauen verfŘhrte und dabei auch einige Male Vater wurde. Er wurde hńufig mit Weinreben und entsprechendem Krug dargestellt, nicht selten auch gerade trinkend.

Apollon

Apollon - Apollo

Apollon war der Gott der KŘnste und Musik. Ebenso war er der Gott des Bogenschie▀ens und der Medizin. Er beschŘtzte die Hirten vor deren gr÷▀tem Feind, dem Wolf. Auch schien er einmal ein Gott der Sonne gewesen zu sein. Er war ein unehelicher Sohn von Zeus. Seine Mutter war Leto, die in der ganzen Welt einen Platz suchte, um ihn zu gebńren. Aber niemand gab ihr Schutz, weil alle die Rache von Zeus Gemahlin Hera fŘrchteten. Apollon hatte eine Zwillingsschwester, Artemis.

Demeter

Demeter - Ceres:

 

Demeter war die G÷ttin des Ackerbaus und BeschŘtzerin der Fruchtbarkeit. Ihre Eltern waren Kronos und Rhea. Ihr Name bedeutet "Mutter der Erde". Durch ihren Bruder Zeus wurde sie mńchtig. Demeters Tochter Persephone wurde von Hades als Braut in die Unterwelt entfŘhrt. Nachdem Demeter geh÷rt hatte, was ihrer Tochter widerfahren war, verlie▀ sie den Olymp, wanderte ratlos umher und schickte DŘrre und Hungersn÷te. Boten des Zeus weist sie ab, bis Hermes Persephone aus der Unterwelt zurŘckholt. Hades gibt der scheidenden Gemahlin jedoch einen Granatapfel zu essen, um sie dadurch fŘr immer an die Unterwelt zu fesseln. Durch Vermittlung des G÷ttervaters kommt ein Vertrag zustande, nach dem Persephone ein Drittel des Jahres in der Unterwelt, die Řbrige Zeit bei den G÷ttern im Olymp zubringen soll.

Hermes

Hermes - Merkur:

Hermes war der G÷tterbote, speziell der Bote von Zeus. Er war auch der BeschŘtzer der Reisenden, GlŘcksbringer und Schutzgottheit der Diebe und Kaufleute. Als Gott der Reisenden soll er Steine in deren Weg entfernt haben. Zu seinem Gedńchtnis errichteten die Griechen an vielen Stra▀en Denkmńler fŘr ihn, die hńufig nur ein Steinhaufen mit einer Sńule waren. Er war auch einer der vielen G÷tter der Fruchtbarkeit. Auch unter den Sportlern wurde er verehrt und war hńufig als Statue auf Sportanlagen zu sehen. Auch Hermes ist ein uneheliches Kind von Zeus mit der Nymphe Maja. Angeblich ist das Kind in der MorgenfrŘhe geboren worden und noch am gleichen Tag am Mittag verlie▀ das Kind laufend die Geburtsh÷hle, er war also au▀erordentlich frŘhreif.

Hades

Hades - Pluto:

 

Hades bzw. Pluton war der Herrscher der Unterwelt und herrschte dort Řber die Seelen der Verstorbenen. Pluton bedeutet auch "der Reiche", weil man glaubte, dass er auch Wohlstand bringen wŘrde. Er war ein Sohn von Rhea und Kronos und somit ein Bruder von Zeus. Sein Name brachte angeblich UnglŘck und wurde deshalb so wenig wie m÷glich gebraucht. Pluton wurde hńufig als grimmige und kalte Gottheit dargestellt.

Hestia - Vesta:

Hestia war die G÷ttin des Herdes und der Hńuslichkeit. Sie war die ńlteste der drei T÷chter von Rhea und Kronos und somit auch eine Schwester von Zeus. Obwohl sie Poseidon und Apollon als Gatten haben konnte, blieb sie unvermńhlt. Sie selber war jungfrńulich.

Janus, einer der ńltesten italischen G÷tter, wurde in Gebeten gemeinsam mit Jupiter angerufen. Der doppelk÷pfige Gott ist der Gott der Anfńnge. Nach ihm ist der Monat Januar benannt.

Artemis

Artemis - Diana:

 

Artemis war G÷ttin der Hirten, Jagd und BogenschŘtzen. Sie war auch BeschŘtzer der Kinder, Schwachen und in erster Linie der Tiere. Sie selber war eisern jungfrńulich und strafte jeden, der diesen Zustand ńndern wollte. Sie war au▀erdem eine weitere Fruchtbarkeitsg÷ttin und BeschŘtzerin des ungeborenen Lebens. Sie war die Tochter von Leto und die Zwillingsschwester von Apollon.

Die Kapitolinische Trias: Zusammen mit Iupiter Optimus Maximus wurden im Tempel auf dem Kapitol Juno und Minerva als Schutzg÷tter Roms verehrt.

 

 


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